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Anglikanische Erzbischöfin Mullally von Papst Leo XIV. im Vatikan empfangen
Papst Leo XIV. hat bei einem Treffen mit dem ersten weiblichen Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, Erzbischöfin Sarah Mullally, die Gemeinsamkeiten beider Kirchen betont. Die Anglikanische und die Katholische Kirche müssten "jede Gelegenheit nutzen, um der Welt gemeinsam Jesus Christus zu verkünden", sagte der Papst am Montag laut einer Erklärung des Vatikan.
"Die Spaltung der Christenheit schwächt unsere Fähigkeit, Träger des Friedens zu sein", führte das Oberhaupt der Katholischen Kirche demnach weiter aus. Die Einheit beider Kirchen "im Auftrag einer erfolgreichen Evangelisierung" sei für ihn immer ein großes Thema gewesen. Dabei habe es zwar Fortschritte gegeben, zuletzt seien aber "neue Probleme" aufgetreten. Worin die Probleme bestehen, ließ der Papst offen.
Die Audienz im Vatikan fand 60 Jahre nach einem historischen Treffen zwischen dem damaligen anglikanischen Erzbischof Michael Ramsey und Papst Paul VI. statt. Das damalige Treffen war das erste auf dieser Ebene seit der Gründung der Anglikanischen Kirche im 16. Jahrhundert, als König Heinrich VIII. mit Rom brach.
Seit 2014 dürfen Frauen in der Anglikanischen Kirche Bischöfinnen werden, was die katholische Kirche ablehnt. Die Anglikanische Kirche zählt rund 85 Millionen Mitglieder in mehr als 165 Ländern. Ihr weltliches Oberhaupt ist König Charles III.
O.Ignatyev--CPN