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London und Paris verlängern Abkommen zu Bekämpfung irregulärer Migration über Ärmelkanal
Frankreich und Großbritannien haben eine Neuauflage ihres Abkommens zur Bekämpfung der irregulärer Migration über den Ärmelkanal vereinbart. Nach monatelangen Verhandlungen einigten sich die beiden Länder auf eine Verlängerung des sogenannten Sandhurst-Abkommens um weitere drei Jahre, wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus dem französischen Innenministerium erfuhr. Das 2018 unterzeichnete Abkommen war 2023 erstmals verlängert worden und wäre in diesem Jahr ausgelaufen.
Die neue Vereinbarung sieht vor, dass Frankreich die Zahl seiner Sicherheitskräfte an der Küste bis 2029 um mehr als die Hälfte auf 1400 Beamte erhöht. Großbritannien soll im Gegenzug bis zu 766 Millionen Euro bereitstellen. Fast ein Viertel der Summe ist jedoch an Auflagen geknüpft und wird nur ausgezahlt, wenn die französischen Maßnahmen greifen.
Der britische Premierminister Keir Starmer bezeichnete das neue Abkommen als "historisch". Die britisch-französische Zusammenarbeit habe bereits jetzt "Zehntausende Überfahrten verhindert", erklärte Starmer. Mithilfe der neuen Vereinbarung können nun sogar noch mehr geleistet werden: "Wir werden die geheimdienstlichen Maßnahmen, die Überwachung und die Mobilisierung von Einsatzkräften vor Ort verstärken, um die Grenzen Großbritanniens zu schützen."
Auch die britische Innenministerin Shabana Mahmood äußerte sich zuversichtlich. "Diese wegweisende Vereinbarung wird illegale Migranten davon abhalten, die gefährliche Reise anzutreten, und Menschenschmuggler hinter Gitter bringen", erklärte Mahmood.
London wirft Paris seit langem vor, zu wenig zu tun, um Migranten daran zu hindern, von der französischen Küsten aus die gefährliche Überfahrt über den Ärmelkanal nach Großbritannien anzutreten.
Nach britischen Angaben kamen 2025 mehr als 41.000 Migranten über den Ärmelkanal nach Großbritannien. Mindestens 29 Menschen starben bei dem Versuch, in kleinen Booten die britische Küste zu erreichen.
M.Mendoza--CPN