-
Nasa: Artemis-Crew ist "auf halber Strecke" zum Mond
-
ADAC: Neue Preisregel für Tankstellen hat Preisniveau nicht reduziert
-
Feuerwehr befeuchtet sterbenden Wal vor Poel mit Ostseewasser
-
DIHK: Jeder sechste Industriebetrieb verdient durch Verteidigungsindustrie
-
Gesundheitsministerin Warken gegen starke Abstriche bei Partnerversicherung
-
Historische Mondumrundung: Artemis-Crew verlässt Erdumlaufbahn
-
Artemis-Crew verlässt Erdumlaufbahn Richtung Mond
-
Hohe Spritpreise: Ricarda Lang fordert Recht auf Homeoffice
-
Nasa: Artemis-Crew kann Erdumlaufbahn Richtung Mond verlassen
-
"Sofort und bedingungslos": Rund 40 Staaten fordern Öffnung der Straße von Hormus
-
Trump ruft zu Boykott von Springsteen-Konzerten auf
-
Lufthansa und Air France-KLM bieten um portugiesische Airline TAP
-
US-Außenhandelsdefizit steigt im Februar wieder
-
Nexperia-Chips können bald gänzlich in China produziert werden
-
"Spiegel": Klingbeil schlägt neues Modell als Ersatz für Ehegattensplitting vor
-
Spritpreise steigen mittags erneut massiv - Rufe nach Entlastungen
-
Cannabis-Evaluierung: SPD wirft Dobrindt unsachliche Kritik an Studie vor
-
Blindenschrift: Braille für Aufnahme als immaterielles Kulturerbe nominiert
-
Debatten über Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen gehen weiter
-
Bauministerium: Weniger Umweltprüfungen und Enteignung von Schrottimmobilien
-
Dieselpreis erreicht nach Start der Preisregel für Tankstellen neues Allzeithoch
-
Brasilien erlaubt gemeinsames Sorgerecht für Haustiere
-
Airlines erhöhen Treibstoffzuschläge - Lufthansa weniger von Kerosin-Preisanstieg betroffen
-
Totes Baby in Mülltonne in Niedersachsen: 24-jährige Mutter ermittelt
-
Gesundheitsausgaben in Deutschland 2024 erheblich erhöht: 6444 Euro pro Kopf
-
Digitalministerium kündigt zentrale Gründungsplattform noch für dieses Jahr an
-
USA: Republikaner geben Einigung für Ende von Haushaltssperre bekannt
-
Historischer Flug zum Mond: Rakete von Mission Artemis 2 gestartet
-
US-Rapperin Megan Thee Stallion beruhigt Fans nach Schwächeanfall während Muscial
-
Erste Reise Richtung Mond in gut 50 Jahren: Bemannte Nasa-Mission Artemis 2 vor dem Start
-
SpaceX reicht Unterlagen für Mega-Börsengang ein
-
"Deutschlandtrend": Zwei von drei Deutschen empfinden Abgabenlast als zu hoch
-
Spritpreise steigen am Mittag um fast acht Cent
-
Ex-Finanzminister Kukies geht zu US-Investmentbank Morgan Stanley
-
Betankung von Trägerrakete für Mondmission Artemis 2 begonnen
-
Flugbenzin in Indien stark verteuert - Dieselpreis in Kambodscha verdoppelt
-
Projekt für Schnellzug Paris-Madrid wird vorläufig eingestellt
-
Keine Hoffnung mehr: Vor Wismar festliegender Wal wird laut Experten sterben
-
Iran-Krieg bremst deutsche Wirtschaft massiv aus - Wachstumsprognose halbiert
-
ChatGPT-Entwickler OpenAI sammelt 122 Milliarden Dollar in weiterer Investorenrunde
-
Rückkehr zum Mond nach gut 50 Jahren: Bemannte Artemis-2-Mission der Nasa startbereit
-
Bundeskabinett beschließt Senkung der Luftverkehrsteuer
-
Raumfahrt-Fans fiebern Start der bemannten Mondmission Artemis 2 entgegen
-
Französisches Endlager für Atommüll wird deutlich teurer als erwartet
-
Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsinstitute: Wachstumsprognose mehr als halbiert
-
Vorläufige Berechnung: 53 Prozent Strom aus Erneuerbaren im ersten Quartal
-
Nach Festnahme wegen Autounfalls: Golf-Star Tiger Woods nimmt Auszeit
-
Greenpeace: Krisengewinne der Mineralölkonzerne vor allem in reicheren Ländern
-
JDE Peet's führt OMPs Unison Planning(TM) ein und steigert damit den Wert der Lieferkette in großem Maßstab
-
Datavault AI kehrt zum zweiten Mal zum exklusiven Investorenforum in Mar-a-Lago zurück
Iran-Krieg bremst deutsche Wirtschaft massiv aus - Wachstumsprognose halbiert
Der Iran-Krieg und die stark gestiegenen Energiepreise bremsen die wirtschaftliche Erholung Deutschlands aus: Die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr mehr als halbiert. Sie erwarten für 2026 noch eine Zunahme der Wirtschaftsleistung von 0,6 Prozent und für 2027 um 0,9 Prozent. Im Herbst hatten die Ökonomen noch mit einem Wachstum von 1,3 beziehungsweise 1,4 Prozent gerechnet.
"Allein der Energiepreisschock dürfte nach unserer Einschätzung den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in den beiden Jahren um jeweils 0,3 Prozentpunkte reduzieren", sagte der Konjunkturchef des Münchner Ifo-Instituts, Timo Wollmershäuser, bei der Vorstellung des Frühjahrsgutachtens der Institute am Mittwoch in Berlin. Der Energiepreisschock trifft demnach zwar "die Erholung hart, gleichzeitig stützt aber die expansive Fiskalpolitik die Binnenwirtschaft und verhindert ein stärkeres Abrutschen".
Für diese Prognose setzen die Institute voraus, dass die derzeit vom Iran faktisch blockierte Straße von Hormus im zweiten Quartal wieder passierbar ist. Die Annahme sei, dass dann "die Energiepreise ab dem Sommer sinken, ohne dabei allerdings das Vorkriegsniveau zu erreichen", sagte Wollmershäuser weiter.
Die Institute rechnen mit einer höheren Inflationsrate. Sie erwarten für das laufende Jahr einen Anstieg der Verbraucherpreise um durchschnittlich 2,8 Prozent, 2027 klettert die Inflationsrate demnach auf 2,9 Prozent. Das wiederum dämpfe den privaten Konsum.
Mit Blick auf die Energiekosten sprechen sich die Forschenden gegen staatliche Eingriffe für kurzfristig niedrigere Energiepreise aus. "Wir raten dringend von pauschalen Markteingriffen wie einem Tankrabatt ab", sagte Wollmershäuser. Dies sei kostspielig und komme vielen zugute, die eine Entlastung nicht brauchen. Zudem verzerre ein solcher Rabatt "das Knappheitssignal des Preises und hält daher die Nachfrage nach Rohöl aufrecht".
"Sozialpolitisch sinnvoller wären gezielte Transfers", fuhr der Forscher fort. "So könnten beispielsweise die Regelsätze der Grundsicherung auch unterjährig an die höheren Lebenshaltungskosten angepasst werden."
Das Preissignale solle wirken, bekräftigte Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Das bedeute auch, dass weiter auf den CO2-Zertifikatehandel gesetzt und der CO2-Preis nicht infrage gestellt werden dürfe. "Wir brauchen ja langfristig den Übergang des Energiesystems weg von den fossilen Energieträgern hin zu alternativen Quellen", sagte Holtemöller. Preisschocks wie der aktuelle zeigten, "dass das auch aus anderen Gründen als aus Umweltgründen sinnvoll sein kann".
Grundsätzlich sehen die Forschenden auch strukturelle Gründe für die wirtschaftliche Schwäche Deutschlands - etwa die "rückläufige Erwerbsbevölkerung". So kommt das Potenzialwachstum, also die unter normaler Auslastung der Produktionskapazitäten angenommene Entwicklung, nach Einschätzung der Institute "mittelfristig zum Erliegen und dürfte bis Ende des Jahrzehnts stagnieren".
"Die Botschaft der Frühjahrsdiagnose der Forschungsinstitute ist eindeutig: Der Konflikt im Nahen Osten erhöht den Druck auf die deutsche Politik, Strukturreformen konsequent anzugehen", erklärte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). "Die Wachstumsaussichten sind deutlich schwächer als noch zuvor erwartet." Es brauche nun "mutige Reformen".
Stefan Kooths vom Kiel Institut für Wirtschaftsforschung betonte, es sei wichtig, "dass man insgesamt eine Handschrift erkennen kann, die sich durch alle Reformen durchziehen muss". Die Forschenden empfehlen, Arbeitsanreize zu stärken und die Bedingungen für Investitionen und Innovationen zu verbessern. "Regulatorisch bedingte Bremsen" sollten gelöst werden.
Wirtschaftsverbände forderten schnelle Reformen. "Es mangelt nicht an Vorschlägen, das Land voranzubringen. Es kommt jetzt auf die Umsetzung an", erklärte DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. Es brauche "entschlossene Reformen, die Kosten senken, Bürokratie abbauen und Investitionen ermöglichen", forderte auch der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dirk Jandura.
An der Frühjahrs-Gemeinschaftsdiagnose sind neben dem IWH und dem Ifo-Institut in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung Wien sowie dem Kiel Institut auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin und das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen beteiligt. Ihr Gutachten dient der Bundesregierung als Grundlage für ihre eigene Prognose, die laut Wirtschaftsministerium am 22. April vorgestellt wird.
M.Mendoza--CPN