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Medienbericht: Schokoladenpreise könnten im nächsten Jahr weiter steigen
Verbraucherinnen und Verbraucher müssen einem Medienbericht zufolge womöglich im kommenden Jahr noch einmal mehr für die Lieblingsschokolade im Supermarktregal bezahlen. Mehrere Hersteller hätten dem Handel Preiserhöhungen angekündigt, ein führendes Unternehmen habe "bis zu 20 Prozent mehr" gefordert, berichtete die "Lebensmittel Zeitung" (LZ) am Freitag unter Berufung auf informierte Kreise. Der Handel zeige kein Verständnis für diese Forderungen.
Für höhere Preise gebe es derzeit keinen Spielraum, schon jetzt verkaufe sich ein großer Teil der Ware nur noch zum Aktionspreis, zitiert die Zeitung einen Einkäufer. Die Industrie verweist demnach auf den Kakaopreis, aber auch auf die gestiegene Kosten für Verpackung, Löhne und Energie. Der Handel argumentiert mit geringeren Preisen für Milch und Zucker.
Große Hersteller wie Ferrero, Lindt, Mondelez und Ritter hätten "im laufenden Jahr im deutschen Markengeschäft Volumen verloren", berichtete die LZ weiter. Das beunruhige auch den Handel, da Tafelschokolade rund zehn Prozent der gesamten Süßwarenumsätze ausmache.
Demnach blickt die Branche nun auf die Preispolitik des Discounters Aldi bei seinen Eigenmarken. Diese gelte als Gradmesser. "In der Süßware setzt allein Aldi den Preis", zitiert die LZ einen Top-Manager.
Die Kakaopreise waren zwei Jahre in Folge gestiegen und erreichten im Dezember 2024 einen historischen Höchststand von 12.931 Dollar pro Tonne in New York und 10.100 Pfund pro Tonne in London. In den wichtigsten Anbauländern Elfenbeinküste und Ghana wurde die Kakaoernte von starken Regenfällen beeinträchtigt, die zu Pflanzenkrankheiten führten. Darauf folgten Dürreperioden.
Die Preise sind inzwischen wieder zurückgegangen, bleiben aber volatil. Mitte dieser Woche kostete die Tonne Kakao laut LZ mit knapp 5000 Euro rund 30 Prozent weniger als im Vorjahr - aber immer noch wesentlich mehr als vor drei Jahren.
Y.Jeong--CPN