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Billig-Airline Ryanair dank höherer Ticketpreise mit Gewinnanstieg um 20 Prozent
Die irische Billig-Airline Ryanair hat im zweiten Quartal ihres Geschäftsjahres einen deutlich höheren Gewinn verzeichnet. 1,72 Milliarden Euro in den Monaten von Juli bis September bedeuteten einen Anstieg um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Grund waren spürbar höhere Ticketpreise.
Die Airline hatte im vergangenen Jahr seine Preise deutlich senken müssen, um seine Flugzeuge zu füllen. Ryanair habe jedoch "den Rückgang der Flugpreise um sieben Prozent im zweiten Quartal des letzten Jahres vollständig wieder wettgemacht", erklärte Airline-Chef Michael O'Leary.
Im ersten Quartal seines Geschäftsjahres war das Plus bei Ryanair noch deutlicher ausgefallen. Um 13 Prozent höhere Preise brachten einen Gewinnanstieg um 42 Prozent auf 2,54 Milliarden Euro. Ein weiterer Grund dafür waren die späteren Osterferien, die im Vorjahr nicht in das Quartal gefallen waren.
Das Unternehmen erwartet für das laufende Jahr einen stärkeren Anstieg der Passagierzahlen als ursprünglich prognostiziert. Dabei helfe, dass der Flugzeugbauer Boeing neue Flugzeuge schneller liefern könne als vorgesehen, erklärte Ryanair. Im vergangenen Jahr hatten Lieferprobleme des US-Herstellers das Geschäft der Airline geschmälert.
Das irische Unternehmen hatte in den vergangenen Monaten Druck auf die Regierungen mehrerer Länder ausgeübt, Steuern und Abgaben für den Flugverkehr zu senken. O'Leary erklärte nun, dass er für den Winterflugplan "Regionen und Flughäfen bevorzugt habe, die die Flugsteuern senken und das Verkehrswachstum fördern, wie Schweden, die Slowakei, Italien, Albanien und Marokko". Gestrichen würden hingegen Verbindungen in "teuren und nicht wettbewerbsfähigen Märkten wie Deutschland, Österreich und regionale Verbindungen in Spanien".
M.García--CPN