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Strompreis: Übertragungsnetzbetreiber bestätigen deutliche Absenkung der Netzentgelte
Die Strompreise in Deutschland dürften zum Jahreswechsel sinken. Die vier großen Übertragungsnetzbetreiber bestätigten am Mittwoch, dass sie den von der Bundesregierung zugesagten Zuschuss in Höhe von 6,5 Milliarden Euro an ihre Kunden weitergeben werden. Das durchschnittliche Netzentgelt auf Höchst- und Umspannungsebene sinkt demnach im kommenden Jahr um 57 Prozent. Die vier Unternehmen mahnten jedoch, dass der Zuschuss noch gesetzlich besiegelt werden müsse.
Die Übertragungsnetzbetreiber sind 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW. Ihre Kunden sind die verschiedenen Energieversorger. Inwiefern diese die Senkung der Netzentgelte am Ende an die Verbraucher weitergeben, ist im Detail noch nicht absehbar und dürfte regional variieren.
Durch die nun vorläufig festgelegte Reduzierung um 57 Prozent sinken die durchschnittlichen Übertragungsnetzentgelte von 6,65 Cent auf 2,86 Cent pro Kilowattstunde. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte nach dem Kabinettsbeschluss des 6,5-Milliarden-Zuschusses Anfang September mitgeteilt, die Stromkosten für private Haushalte könnten sich um rund zwei Cent pro Kilowattstunde reduzieren.
Das Vergleichsportal Verivox rechnet allerdings mit einer deutlich geringeren Entlastung der Verbraucher. Es sei davon auszugehen, dass nur ein Drittel der Absenkung der Übertragungsnetze an private Verbraucher weitergegeben werde, erklärte Verivox. Die Verteilnetzgebühren würden so nur um rund 1,28 Cent pro Kilowattstunde sinken. "Ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden kann mit einer durchschnittlichen Entlastung von rund 61 Euro rechnen", rechnet das Vergleichsportal.
"Je nach Wohnort kann die Senkung der Netzentgelte deutlich stärker oder auch gar nicht ins Gewicht fallen", fügte Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox hinzu. "Denn Netzgebiete, in denen selbst viel Strom erzeugt wird, sind weniger abhängig von den Übertragungsnetzentgelten. Dort käme entsprechend weniger von der Entlastung an als in Netzgebieten, in denen weniger Strom erzeugt wird."
Die Übertragungsnetzbetreiber betonten, dass der Zuschuss des Bundes parlamentarisch noch nicht verabschiedet ist. "Sollte bis zum 5. Dezember 2025 keine Rechtssicherheit bestehen, ist davon auszugehen, dass sich die endgültigen bundeseinheitlichen Übertragungsnetzentgelte für 2026 entsprechend erhöhen werden", warnten sie.
Y.Ponomarenko--CPN