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Neue Tierschutzbeauftragte will Videoüberwachungspflicht in Schlachthöfen
Die neue Tierschutzbeauftragte Silvia Breher (CDU) will die verpflichtende Videoüberwachung in Schlachthöfen "zügig auf den Weg" bringen. "Damit schaffen wir eine Transparenz, die Produzenten und Vollzugsbehörden hilft", erklärte Breher, die das Thema künftig neben ihrer Arbeit als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium betreuen wird. Das Bundeskabinett hatte die 52-Jährige zuvor am Mittwoch in seiner Sitzung zur Tierschutzbeauftragten der Bundesregierung berufen.
Breher erklärte, es werde "zudem dringend eine Regelung beim Onlinehandel mit Tieren" gebraucht sowie "echte Rückendeckung für die Tierheime, wo so viel hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit geleistet wird". Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) erklärte, Breher werde "eine Kämpferin für den Tierschutz sein und diesen in Deutschland weiter voranbringen". Er fügte hinzu: "Zugleich ist die Neubesetzung eine bürokratisch schlanke Lösung in Zeiten knapper Kassen."
Die frühere Bundestierschutzbeauftragte Ariane Kari war Anfang des Monats aus ihrem Amt ausgeschieden und hatte erklärt, es sei unklar, wie es mit dem Posten weitergehe. Minister Rainer hatte das Amt auf den Prüfstand gestellt.
Der Deutsche Tierschutzbund kritisierte Brehers Doppelrolle. Es stelle sich "die Frage, wie eine Bundestagsabgeordnete und gleichzeitig Parlamentarische Staatssekretärin als unabhängige Tierschutzbeauftragte agieren soll", erklärte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. Kari hinterlasse eine große Lücke und Breher müsse nun "rasch beweisen", dass sie "auf Basis des Staatsziels Tierschutz und im Sinne der Tiere agiert". "Wir selbst stehen für Gespräche bereit, eher heute als morgen", fuhr Schröder fort.
H.Meyer--CPN