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Deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal stärker geschrumpft als erwartet
Deutschlands Wirtschaft ist im zweiten Quartal stärker geschrumpft als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Der Rückgang fiel damit um 0,2 Prozentpunkte stärker aus als in der Schätzung von Ende Juli.
Der Grund war vor allem, dass sich die Industrieproduktion schlechter als zunächst angenommen entwickelte, wie das Statistikamt weiter mitteilte. Im ersten Quartal dieses Jahres war das BIP noch um 0,3 Prozent gewachsen, im vierten Quartal 2024 um 0,2 Prozent.
Das Statistikamt erklärte, insbesondere die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe hätten sich im Juni schlechter als erwartet entwickelt. Zusätzlich sei der private Konsum für das zweite Quartal aufgrund neu vorliegender Informationen zu den Dienstleistungsbereichen wie beispielsweise der Monatsstatistik im Gastgewerbe für Juni nach unten revidiert worden.
Die Konsumausgaben insgesamt nahmen den Angaben zufolge um 0,3 Prozent zu, darunter die privaten Konsumausgaben um 0,1 Prozent, wie die Statistiker weiter mitteilten. Die Konsumausgaben des Staates stiegen um 0,8 Prozent an.
Die Bruttoanlageinvestitionen gingen im zweiten Quartal deutlich um 1,4 Prozent zurück - sie waren zu Jahresanfang noch leicht gestiegen. Die Investitionen in Ausrüstungen wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge sanken laut Statistikamt um 1,9 Prozent, die Investitionen in Bauten um 2,1 Prozent.
Auch der Außenhandel konnte keine positiven Impulse liefern: Von April bis Juni wurden 0,1 Prozent weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im ersten Quartal.
Im Vergleich zum zweiten Quartal 2024 lag das BIP von April bis Juni preisbereinigt um 0,2 Prozent niedriger, wie die Statistiker weiter mitteilten. Im zweiten Quartal in diesem Jahr stand ein Arbeitstag weniger zur Verfügung - preis- und kalenderbereinigt nahm die Wirtschaftsleistung daher um 0,2 Prozent zu.
P.Petrenko--CPN