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DIW-Studie: Preise für wichtige Metalle dürften wegen Energiewende bald steigen
Die Preise für wichtige Metalle könnten angesichts der Energiewende nach einer Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) auf Rekordhöhen steigen. Das "Handelsblatt" zitierte am Mittwoch aus der Studie, wonach Preiserhöhungen schon in den nächsten Jahren drohen, wenn die Weltwirtschaft bis 2050 frei von CO2-Emissionen sein will.
Die Preise für Kobalt könnten demnach 2030 verglichen mit 2020 um bis zu 500 Prozent ansteigen. Bei Lithium würde der Anstieg den DIW-Berechnungen zufolge bis zu 180 Prozent betragen, bei Nickel rund 160 Prozent und bei Kupfer rund 70 Prozent. Die Metalle sind bei der Energiewende von enormer Bedeutung und werden etwa für den Bau von Windrädern und Solaranlagen, für Batterien und Elektroautos benötigt.
Zwar habe es ähnliche Preisniveaus bereits gegeben, sagte der für die Berechnungen verantwortliche DIW-Ökonom Lukas Boer der Zeitung. Damals seien die Preise aber innerhalb von ein bis zwei Jahren wieder stark gefallen. "Das wäre hier in dem betrachteten Szenario nicht der Fall."
Der Ökonom rechnet damit, dass sich die Preissteigerungen auch auf die Inflation, den globalen Handel und die Wirtschaftsleistung auswirken werden. Würde die globale Wirtschaft hingegen eine Abkehr vom Ziel bis 2050 verfolgen und würde die aktuelle Politik weitergeführt, blieben die Preise wohl in etwa auf dem Niveau von 2020, errechnete das DIW laut "Handelsblatt".
A.Zimmermann--CPN