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Meta fährt im dritten Quartal Gewinn ein - Belastung aber durch Rechtsstreitigkeiten
Der US-Tech-Konzern Meta hat im dritten Quartal einen deutlichen Gewinn eingefahren und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Nettoerlös der Facebook-Mutter lag zwischen Juli und September überraschend bei 9,86 Milliarden Dollar (8,78 Milliarden Euro), wie das Unternehmen von Mark Zuckerberg am Mittwoch mitteilte. Allerdings wird das Plus demnach von einer hohen Rückstellung von 9,9 Milliarden Dollar wegen Rechtsstreitigkeiten belastet.
In den vergangenen Monaten konnte Meta seinen Umsatz vor allem dank Werbeeinnahmen deutlich steigern. Dank der Werbeeinnahmen erzielte Meta einen Umsatz von 64,6 Milliarden Dollar - ein Anstieg von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem investierte Meta massiv in den Ausbau seiner Kapazitäten im Bereich künstliche Intelligenz (KI). Ohne die Kosten für die Rechtsstreitigkeiten hätte der Nettogewinn allerdings fast 23 Milliarden Dollar erreicht und die Erwartungen übertroffen.
In einem Prozess um die durch Instagram und Facebook ausgelöste Online-Dienste-Sucht Minderjähriger hatte im August einem Vergleich mit US-Bundesstaaten über bis zu 18 Milliarden Dollar zugestimmt. Meta musste sich vor Gericht in mehreren Bundesstaaten wegen des Vorwurfs verantworten, mit seinen Online-Netzwerken Minderjährige abhängig und damit psychisch krank zu machen.
Metas Geschäfte beschäftigen zudem weitere Gerichte: Kurz vor der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse hatte US-Medien zufolge ein Richter in Mexiko dem Konzern eine Strafzahlung von 25 Milliarden Dollar aufgebrummt. Hintergrund ist der Cambridge-Analytica-Skandal um den Missbrauch von Facebook-Nutzerdaten vor acht Jahren.
Für das vierte Quartal rechnet der Konzern indes mit einem Umsatz zwischen 73 und 76 Milliarden Dollar. Der Wert der Meta-Aktie legte nach Veröffentlichung der Zahlen im elektronischen Handel nach Börsenschluss um bis zu sieben Prozent zu.
P.Schmidt--CPN