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Samsung-Mitarbeiter stimmen für Streik im Mai - Auswirkungen auf Chipproduktion möglich
Zehntausende Mitarbeiter des südkoreanischen Technologieriesen Samsung Electronics haben sich für einen Streik im Mai ausgesprochen, der sich auch auf die Chipproduktion des Unternehmens auswirken könnte. Nach Gewerkschaftsangaben vom Mittwoch stimmten bei einer Abstimmung 93,1 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den Ausstand, der den Arbeitnehmerforderungen unter anderem nach höheren Löhnen Nachdruck verleihen soll.
An der Abstimmung über den Streik nahmen 66.000 der knapp 90.000 gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter teil, wie ein Bündnis von insgesamt drei Gewerkschaften mitteilte. Zu den Forderungen gehören demnach neben einem Lohnplus von sieben Prozent auch die Aufhebung der Obergrenze für Boni und ein transparenteres, leistungsorientiertes Prämiensystem. Der Wille der Beschäftigten sei eine "deutliche Warnung an die Unternehmensleitung", erklärte das Bündnis.
Samsung teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass das Unternehmen weiterhin bestrebt sei, "eine einvernehmliche Einigung" mit den Gewerkschaften zu erreichen. Neben dem Halbleiterhersteller SK Hynix ist Samsung Electronics einer von zwei südkoreanischen Chipproduzenten, die derzeit als wichtige Lieferanten von hochmodernen Speicherchips für die boomende Nachfrage im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) gelten.
Erst im vergangenen Monat hatte Samsung bekanntgegeben, dass das Unternehmen mit der Massenfertigung von HBM4-Speicherchips der nächsten Generation begonnen habe. Diese Speicherbausteine mit hoher Bandbreite sind auch für KI-Rechenzentren wichtig.
Samsung hatte sich jahrzehntelang erfolgreich gegen jedwede gewerkschaftliche Organisation seiner Beschäftigten gesträubt. Erst Ende der 2010er Jahre gab es die erste Gewerkschaft bei Samsung Electronics.
J.Bondarev--CPN