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CSU-Generalsekretär für Bau kleiner Atomkraftwerke
CSU-Generalsekretär Martin Huber hat sich für den Bau kleiner Atomkraftwerke ausgesprochen und sich damit gegen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gestellt. Mit Blick auf energieintensive Zukunftstechnologien sprach sich Huber in den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Freitagsausgaben) für kleine, modular gebaute Kernreaktoren aus. Merz hatte am Montag den Atomausstieg als "irreversibel" bezeichnet.
Huber sieht das vor dem Hintergrund eines Stimmungswandels in der EU anders. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Abkehr von der Atomkraft einen "strategischen Fehler" genannt. Zugleich kündigte sie am Dienstag auf einem Atomenergie-Gipfel in Frankreich neue Finanzhilfen der EU für Atomenergie an. Kanzler Merz will aber am Ausstieg aus der Atomkraft festhalten, der unter der CDU-geführten Bundesregierung nach der Atomkatastrophe von Fukushima beschlossen worden war.
"Dabei ging es um die großen Meiler, nicht um die neuen Technologien, mit denen enorm viel möglich ist", sagte Huber dazu. "Ich finde: Wir sollten hier auf Innovationen setzen."
Energie sei "die Lebensader einer Industrienation", sagte der CSU-Generalsekretär. Bei Themen wie Digitalisierung oder Künstliche Intelligenz gehe es auch um die damit verbundenen Rechenzentren, die enorme Mengen an Strom benötigten. "Eine Lösung für dieses Problem sehen wir in sogenannten Small Modular Reactors - also kleinere, modular gebaute Kernreaktoren", führte Huber aus.
Als Vorbild nannte Huber Unternehmen wie Meta oder Amazon, die solche Anlagen für ihre Rechenzentren planten. "Wer die Wertschöpfung im Land halten will, braucht eine stabile Energieversorgung. Neben den angesprochenen Reaktoren gilt für uns: Voller Fokus auf Kernfusion, die bayerische Antwort auf den Atomausstieg."
M.García--CPN