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Niederländischer Regierungschef verteidigt Vorgehen gegen Chip-Hersteller Nexperia
Der niederländische Regierungschef Dick Schoof hat das Vorgehen seiner Regierung gegen den Chip-Hersteller Nexperia als "sehr vernünftigen Schritt" verteidigt. "Gegen Missmanagement durch einen Konzernchef muss man vorgehen", sagte Schoof am Donnerstag in Brüssel, nachdem seine Regierung Ende September die Kontrolle über die Firma übernommen hatte, die zum chinesischen Wingtech-Konzern gehört. "Die Maßnahme richtet sich nicht gegen China", betonte er.
Peking hatte Nexperia-Produkte aus China nach der Übernahme mit einem Exportstopp belegt. Die Angelegenheit führt zu Lieferproblemen, unter anderem in der Autoindustrie. Deutsche Autobauer befürchten Produktionsstopps, auch der Maschinenbau warnte vor Engpässen.
"Wir arbeiten hart an einer Lösung, weil es wichtig ist, dass die Situation behoben wird", sagte Schoof in Brüssel. Das bedeute für die Niederlande, "dass eine gute Unternehmensführung eingesetzt wird". Seine Regierung sei bereits in Verhandlungen mit dem chinesischen Handelsministerium und im Kontakt mit der deutschen Regierung.
Nexperia dürfte in der kommenden Woche auch beim Treffen zwischen EU-Handelskommissar Maros Sefcovic und dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao in Brüssel auf der Tagesordnung stehen. Sefcovic will zudem auf "dringende Lösungen" im Streit um Pekings Exportkontrollen für Seltene Erden drängen.
O.Hansen--CPN