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Wetterdienst: Drei zu trockene Jahre haben Wälder flächendeckend geschädigt
Drei viel zu trockene Jahre in Folge haben die Wälder in Deutschland und ganz Mitteleuropa laut Deutschem Wetterdienst (DWD) flächendeckend geschädigt. Dabei seien neben ohnehin besonders anfälligen Monokulturen aus Fichten "in starkem Maße" auch naturnahe und standortangepasste Laub- und Mischwälder getroffen worden, erklärte der DWD-Vorstand für Klima und Umwelt, Tobias Fuchs, am Dienstag in Berlin unter Verweis auf die Auswertung von Satellitenbildern.
Nach Angaben des Wetterdiensts waren die Jahre 2018, 2019 und 2020 in Deutschland zu warm und zu trocken. Extreme Temperaturen und langanhaltende Dürrephasen hätten die Böden in diesem Zeitraum "extrem ausgetrocknet". Erst im deutlich niederschlagsreichen Jahr 2021 seien in Deutschland wieder Böden zu beobachten gewesen, die in allen Schichten ausreichend mit Wasser versorgt gewesen seien, teilte die Behörde bei ihrer jährlichen Klimapressekonferenz mit.
Der DWD warnte zugleich davor, dass derartige Trockenperioden wegen der zunehmenden Klimaerwärmung häufiger und eventuell "heftiger" auftreten werden. "Unser Wetter und damit auch das Klima wird extremer - weltweit, in Europa und in Deutschland. Darauf müssen wir uns einstellen", erklärte DWD-Präsident Gerhard Adrian, der zugleich President der Weltorganisation für Meteorologie ist.
Der globale Zustand des Klimas habe im vergangenen Jahr "keinen Hinweis auf Entwarnung" gegeben, fügte Adrian an. Auch 2021 sei im Vergleich zur vorindustriellen Referenzperiode von 1850 bis 1900 "deutlich zu warm" gewesen. In Deutschland sei die Temperatur seitdem schon um 1,6 Grad Celsius gestiegen. Im vergangenen Jahr sei zugleich der weltweite CO2-Ausstoß erneut auf einen neuen Höchstwert gestiegen.
Gerade die Flutkatastrophe in Westdeutschland im vergangenen Juli habe den Menschen in der Bundesrepublik "schmerzhaft bewusst gemacht", wie verwundbar auch sie durch extreme Wetterereignisse seien. Niemand aber sei dem Klimawandel hilflos ausgeliefert. Der langfristige Trend zu immer heftigeren Wetterextremen könne durch Klimaschutz zumindest gedämpft werden. Zudem ließen sich die Auswirkungen von Wetterextremen durch "effiziente Anpassungsmaßnahmen" begrenzen.
P.Kolisnyk--CPN