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Mehr als hundert Nobelpreisträger rufen zu Frieden in Ukraine auf
Mehr als hundert Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger verschiedener Fachrichtungen haben gemeinsam zu Frieden in der Ukraine aufgerufen. Insgesamt 104 Wissenschaftler unterzeichneten eine von der Max-Planck-Gesellschaft auf den Weg gebrachte Deklaration, wie die Forschungseinrichtung am Donnerstag in München mitteilte. Darin fordern die Preisträger Regierungen und Wirtschaftsverantwortliche dazu auf, wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien verantwortungsvoll und mit Blick auf ihre langfristigen Folgen einzusetzen.
"Die Entdeckung der Atomkernspaltung schuf die Grundlage für den Bau atomarer Vernichtungswaffen - deren derzeitiges Volumen hat das Potential, die Erde für Menschen unbewohnbar zu machen und die menschliche Zivilisation auszulöschen", hieß es. Deshalb dürften solche Waffen nie zum Einsatz kommen, mahnten die Wissenschaftler. "Wir fordern den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf, die völkerrechtlichen Vereinbarungen zu achten, seine Streitkräfte zurückzurufen, Verhandlungen aufzunehmen und den Frieden herzustellen."
Das Schreiben knüpft an die sogenannte Mainau-Deklaration 1955 gegen den Einsatz von Atomwaffen an. Zu den Unterzeichnern zählen etwa der Psychologe Daniel Kahnemann, der Physiker Klaus Hasselmann oder der Chemiker Jean-Pierre Sauvage. Unterstützt wird die Initiative auch von den Lindauer Nobelpreisträgertagungen.
Ch.Lefebvre--CPN