-
US-Notenbank verkündet Leitzinsentscheidung - Zinspause erwartet
-
Studie: Aufweichung von EU-Verbrenner-Aus könnte tausende Jobs kosten
-
Eurojackpot vom 23. Oktober bleibt ohne Hauptgewinner
-
Bitcoin fällt vor Fed-Entscheidung unter 80.000 Dollar
-
Fed entscheidet am Mittwoch über den US-Leitzins
-
Suche nach Atom-Endlager konzentriert sich auf fünf Prozent der Bundesfläche
-
Rechtsstreit zwischen Künast und Facebook: Karlsruhe wendet sich an EuGH
-
Airbus-Kredit: USA stellen Vereinbarung mit EU in Frage
-
Audi-Auftritt bei Trump löst Debatte über Verantwortung von Konzernchefs aus
-
Frankreichs Regierung ruft zum Blockade-Ende auf - Schüler wollen weiter protestieren
-
Wie Unternehmen stille Leistungsträger besser erkennen und fördern
-
Angriff unter Clans: Auto fährt in Niedersachsen in Menschengruppe
-
Forderungen nach Entschädigungen überschatten Karibikreise von König Charles III.
-
Münchener Chiphersteller Infineon investiert 1,1 Milliarden Euro in Österreich
-
Bundeshaushalt 2027: Bündnis warnt vor Einsparungen bei Jugendlichen
-
Mercedes senkt Gewinnerwartung wegen weiter wegbrechenden China-Geschäfts
-
US-Rapper Jay-Z tritt in Super-Bowl-Halbzeitshow auf
-
Dieselskandal: Weitere Verfahren gegen VW-Manager beginnen im November
-
Merz wirbt in Singapur für Investitionsstandorte Deutschland und Europa
-
Kein Anschlag laut Polizei: Auto fährt in Niedersachsen in Menschengruppe
-
EU-Länder wollen mehr Spielraum bei Vergabe europäischer Agrargelder
-
Mutter und Sohn in Hessen von eigenem Hund angegriffen und schwer verletzt
-
Auto fährt in Niedersachsen in Menschengruppe - Mehrere Verletzte
Verband sieht Gewalt gegen Lehrer weiterhin auf hohem Niveau
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sieht Gewalt gegen Lehrer weiterhin auf einem hohen Niveau. Laut einer am Freitag veröffentlichten Forsa-Umfrage unter Schulleitungen im Auftrag des VBE kam es an 65 Prozent der Schulen innerhalb der vergangenen fünf Jahre zu psychischer und an 35 Prozent zu physischer Gewalt gegen Lehrer. 36 Prozent der Befragten berichteten von Cybermobbing gegen Lehrkräfte.
Besonders häufig kommt es an Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Förder- und Sonderschulen zu psychischer Gewalt gegen Lehrer. Körperliche Angriffe treten an 66 Prozent der Förder- und Sonderschulen auf - fast doppelt so oft wie im Durchschnitt.
Als Täter wurden hauptsächlich Schüler und deren Eltern identifiziert. Physische Übergriffe gingen zu 97 Prozent auf Schülerinnen und Schülern zurück. Diese waren auch zu 72 Prozent für Cybermobbing verantwortlich. Bei der psychischen Gewalt in direkter Begegnung nannten die Schulleitungen zu 79 Prozent die Eltern als häufigste Tätergruppe.
An elf Prozent der Schulen wurden Erwachsene zu Tätern, die keine Verbindung zu den betroffenen Schulen haben. Dies trat erstmals im Zuge der coronabedingten Hygienemaßnahmen auf. Dabei machten schulfremde Menschen Lehrer stellvertretend für die Politik verantwortlich. Damals ging bis zu ein Viertel aller Gewaltvorfälle auf Menschen ohne Bezug zur Schule zurück.
Rund die Hälfte der Schulleitungen sieht sich in der Lage, betroffene Lehrer ausreichend unterstützen zu können. Meist scheitert das jedoch an uneinsichtigen Schülern, unkooperativen Eltern und mangelnder Unterstützung durch den Dienstherrn. Knapp zwei Drittel der Schulleitungen sehen eine Zunahme der Gewalt an Schulen insgesamt innerhalb der vergangenen fünf Jahren. Diesen Befund teilten vor allem junge Schulleitungen an Haupt-, Real- und Gesamtschulen.
"Mit unseren Umfragen zu Gewalt gegen Lehrkräfte konnten wir die Behauptung, Gewalt gegen Lehrkräfte sei ein Randphänomen und trete nur in Einzelfällen auf, wissenschaftlich valide entkräften", erklärte der VBE-Bundesvorsitzende Gerhard Brand. Dass Lehrer in diesem Ausmaß Opfer von Gewalt würden, sei "unerträglich".
Im Vergleich zu 2020 mit ähnlich hohen Werten habe sich nichts getan, um Lehrkräfte besser zu schützen. Brand forderte von der Politik, den Schutz von Lehrern ernst zu nehmen. Zudem forderte er Schulbehörden dazu auf, eine umfassende psychologische und juristische Unterstützung zu ermöglichen.
Der VBE kritisierte fehlende Unterstützung nach Gewaltvorfällen. Die bürokratischen Strukturen bei der Meldung von Gewalttaten seien zu aufwändig. Fast ein Fünftel der befragten Schulleitungen gab an, dass die Meldung von Gewaltvorfällen seitens der Schulbehörde nicht gewünscht sei. Für die seit 2016 regelmäßig stattfindende Erhebung wurden im September und Oktober 1311 Schulleitungen befragt.
O.Ignatyev--CPN