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Weniger tödliche Badeunfälle: Mindestens 393 Menschen in vergangenem Jahr ertrunken
In Deutschland sind im vergangenen Jahr etwas weniger Menschen bei Badeunfällen in Gewässern ums Leben gekommen. Wie die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) am Dienstag in München mitteilte, ertranken im Jahr 2025 mindestens 393 Menschen. Dies waren 18 Menschen weniger als im Vorjahr. Dabei stiegen die Opferzahlen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen leicht an.
Mehr als die Hälfte der tödlichen Unglücke ereignete sich demnach in der Badesaison von Mai bis Ende August. Die meisten Opfer wurden den Angaben zufolge im Juni gezählt. In diesem Monat kamen 69 Menschen ums Leben, 17 mehr als im Vorjahreszeitraum.
"Wäre es in der folgenden Hauptferienzeit weiterhin so sonnig und heiß geblieben, hätten wir wohl erneut einen Anstieg der Opferzahl vermelden müssen", erklärte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Denn vor allem bei herrlichem Sommerwetter steige die Zahl der Unfälle sprunghaft an.
Besonders häufig verunglückten ältere Menschen. 42 Prozent der Opfer bekannten Alters waren älter als 60 Jahre. Zugleich stieg die Zahl der Todesfälle unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sowohl bei den Elf- bis 20-Jährigen als auch bei den 21- bis 30-Jährigen verzeichnete die DLRG jeweils elf Fälle mehr als im Jahr zuvor.
Vogt nannte die Entwicklung vor allem mit Blick auf junge Männer "besorgniserregend". Bei jungen Männern seien "Übermut und Selbstüberschätzung leider weit verbreitet", erklärte sie. Dies sei neben dem Konsum von Alkohol eine Mitursache für tragische Unfälle. Rund 82 Prozent der Todesopfer waren laut DLRG männlich.
Bei Kindern bis zehn Jahren lag die Zahl der tödlichen Unglücke bei 13 Fällen und damit deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen 25 Jahre von 29 Fällen. Weniger Todesfälle in dieser Altersgruppe hatte die DLRG zuletzt im Jahr 2012 verzeichnet. Damals waren zwölf Kinder ums Leben gekommen.
Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich in öffentlich zugänglichen Binnengewässern. Seen und Teiche forderten 158 Todesopfer, in Flüssen kamen 153 Menschen ums Leben. In Nord- und Ostsee ertranken insgesamt 22 Menschen.
Um die Zahl tödlicher Badeunfälle zu verringern, forderte die DLRG mehr Prävention und besseren Schwimmunterricht. "Unsere Kinder können mehrheitlich nicht sicher schwimmen, wenn sie die Grundschule verlassen", warnte Vogt. Die Schulen bräuchten mehr Sportlehrkräfte für die Schwimmausbildung sowie mehr Kapazitäten in nahen Schwimmbädern.
"Flüsse, Seen und allgemein unbewachte Gewässer sollten möglichst gemieden werden", erklärte Vogt weiter. "Am sichersten ist das Baden und Schwimmen dort, wo Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer im Notfall direkt vor Ort sind."
H.Müller--CPN