-
Schweizer stimmen gegen Begrenzung von Einwohnerzahl
-
Fratzscher: Mehr Frauen in Vollzeit könnten Rentensystem stabilisieren
-
Spahn pocht auf Reform von Arbeitszeitregeln - SPD will Arbeitnehmer stärken
-
Grüne befürchten Unterfinanzierung wichtiger Bahnprojekte
-
Trickdiebe tragen Kommode mit Gold- und Silberschmuck aus Wohnung von Seniorin
-
Generalsanierung beendet: Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg in Betrieb
-
Schweizer stimmen über Begrenzung der Bevölkerungszahl und Zivildienst ab
-
Bundesregierung wegen Reformen vor Sommerpause in Zeitdruck
-
Manövrierunfähiges Seebäderschiff vor Helgoland: Großeinsatz auf Nordsee
-
Bahnstrecke Hamburg-Berlin nach Sanierung wieder freigegeben: Erste Züge rollen
-
Gewerkschaft EVG: Italo-Einstieg könnte 16 Städte vom Fernverkehr abkoppeln
-
Bahnstrecke Hamburg-Berlin wird am Sonntag wiedereröffnet
-
Bericht: Mehr als 90 wichtige Bahnprojekte in Deutschland in Gefahr
-
Ukrainisches Akw Saporischschja wieder ans Netz gegangen
-
Kutschfahrt durch Stockholm: Schwedisches Königspaar feiert Goldene Hochzeit
-
Tausende Thailänder erweisen verstorbener Prinzessin Bha in Bangkok die letzte Ehre
-
Wirtschaftsweise Grimm und Arbeitgeberpräsident Dulger drängen auf Reformen
-
Kleiner Fahrplanwechsel der DB am Sonntag - Strecke Berlin-Hamburg im Fokus
-
Hunderte erwarten in Bangkok Ankunft des Trauerzugs mit Leichnam von Prinzessin Bha
-
Geburtstagsparade "Trooping the Colour" für König Charles III. in London
-
König Charles III. ehrt Oscarpreisträgerin Helen Mirren und andere Briten
-
David Beckham bekommt Stern auf Hollywoods "Walk of Fame"
-
Regierung in Kuba öffnet weitere Wirtschaftssektoren für Privatunternehmen
-
Kolumbianisches Schiff mit Hilfslieferungen erreicht Kuba
-
SpaceX-Aktie nach Börsenstart auf Höhenflug - Musk erster Billionär der Welt
-
EU einigt sich im Streit um Flugpassagierrechte - nur kleine Änderungen
-
Auftakt zum SpaceX-Börsengang: Musk stellt Mars-Mission in Aussicht
-
Bundesrat fordert Änderungen am neuen Heizungsgesetz - aber keine scharfe Kritik
-
Tierorakel zu Fußballweltmeisterschaft vor erstem Deutschland-Spiel uneins
-
Franzosen nehmen Abschied von Ex-First Lady Bernadette Chirac
-
KI statt Krake: Fans setzen nun oft auf Tech statt Tier bei WM-Vorhersagen
-
Meister der strahlenden Farben: David Hockney mit 88 Jahren gestorben
-
Bildungsminister: Kinder in Umgang mit sozialen Medien stärken
-
Bundesrat billigt Apothekenreform - mehr Angebote für Kunden vorgesehen
-
Thailändische Prinzessin Bha nach Jahren im Koma gestorben
-
Stadt Brüssel verbietet Leihroller wegen zahlreicher Unfälle
-
Buckelwal lebte nach Freilassung noch mehrere Tage - Todesursache weiter unklar
-
Berliner Regierungskreise: Vorschlag zum EU-Haushalt "absolut enttäuschend"
-
Peking warnt vor "Spionage-Schildkröten" in Chinas Gewässern
-
Zahl der Firmenpleiten steigt im ersten Quartal um 6,5 Prozent
-
Tankrabatt senkt Inflation im Mai - Lebensmittelpreise kaum gestiegen
-
Thailand: Prinzessin Bha nach langem Krankenhausaufenthalt gestorben
-
IG Metall demonstriert in Berlin für die Zukunft der Stahlindustrie
-
Taylor Swift als jüngste Frau in die Hall of Fame der Songwriter aufgenommen
-
Höchste Juni-Temperatur aller Zeiten in der Antarktis gemessen
-
Eröffnungsshow und Auftaktspiel im Aztekenstadion: Fußball-WM hat begonnen
-
Rekord-Börsengang: SpaceX könnte noch mehr einnehmen als erwartet
-
Fußball-WM hat mit Eröffnungsfeier und erstem Spiel begonnen
-
G7-Vertreter beraten mit China über Abbau von Ungleichheiten
-
Lobbycontrol: Wirtschaft gibt Rekordsumme für Einflussnahme auf EU-Institutionen aus
Studie: Einschnitte bei der Rente treffen auch und gerade jüngere Versicherte
Einschnitte bei der Rente treffen nicht nur ältere Menschen, sondern auch und gerade jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Geforderte Maßnahmen wie ein höheres Renteneintrittsalter oder eine Absenkung des Rentenniveaus seien anders als häufig behauptet "kein Beitrag für mehr Generationengerechtigkeit", warnen die Autorinnen und Autoren.
"Bei systematischer Prüfung zeigen sich keine entsprechend positiven Effekte für die Jüngeren, zum Teil wirken sie sogar in entgegengesetzter Richtung", erklärte die Böckler-Stiftung. Bei Umsetzung mancher solcher Ideen würde demnach die interne Rendite, also das Verhältnis von eingezahlten Beiträgen und empfangenen Rentenzahlungen, auch und gerade bei Jüngeren leiden.
Positive Wirkungen sowohl für ältere als auch für jüngere Menschen seien hingegen vor allem durch Maßnahmen zu erwarten, die zu mehr Erwerbstätigkeit in Deutschland führen, "etwa eine höhere Zuwanderung oder eine stärkere Erwerbsbeteiligung bisher nicht erwerbstätiger Personen", hieß es weiter. Erstellt wurde die Studie durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) und des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung zusammen mit Forschenden der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin).
Untersucht wurde die Wirkung einer behutsamen Anhebung der Regelgrenze für den Renteneintritt auf 68 Jahre bis zum Jahr 2056. Zwar könne dies den Beitragsanstieg in der gesetzlichen Rentenversicherung dämpfen, damit einhergehen würde jedoch ein Renditeverlust für alle Menschen ab etwa dem Geburtsjahrgang 1970. Am stärksten wären die Einbußen für um das Jahr 1980 Geborene, aber auch jüngere Versicherte würden laut der Studie schlechter gestellt.
Ein niedrigeres Rentenniveau ab 2031, wie es besonders jüngere Unionsabgeordnete fordern, könnte laut der Studie zwar staatliche Zuschüsse an die Rentenkassen verringern helfen, würde aber alle Geburtsjahrgänge ungefähr ab 1950 belasten. Sehr junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wären dabei etwa in gleichem Maße betroffen wie Geburtsjahrgänge ab Mitte der 1960er Jahre.
Kaum Auswirkungen auf die interne Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung hätten nach Einschätzung der Expertinnen und Experten Änderungen des sogenannten Nachhaltigkeitsfaktors. Beitragssatz und Sicherungsniveau bei der Rente würden hier jeweils etwa im gleichen Maße steigen oder sinken. Allerdings steige bei einem niedrigeren Sicherungsniveau die Gefahr von Altersarmut, hieß es.
Positiv auf die Alterssicherung würde laut der Studie eine verpflichtende Einbeziehung von Selbstständigen in das gesetzliche Rentensystem wirken. Zwar wäre der kurzfristige Effekt gering, langfristig könnten jedoch Beiträge niedriger ausfallen, und die Rendite würde gerade für jüngere Versicherte steigen.
Generell zeige die Analyse, "dass einige Maßnahmen, deren Umsetzung in der öffentlichen Debatte teils lautstark propagiert wird, speziell für die jüngere Generation negative Folgen in der Absicherung haben würden", warnen die Autorinnen und Autoren. Die vermeintliche Entlastung der Jüngeren durch geringere Beiträge führe für sie zu einem niedrigeren Sicherungsniveau und einer geringeren Beitragsrendite. Dies könne zwar durch verstärkte private Vorsorge möglicherweise aufgefangen werden, was aber auch wieder höhere Kosten und Rendite-Risiken für die Betroffenen bedeute.
Im aktuellen Rentenniveau liegt die nominale Rendite in der gesetzliche Rentenversicherung laut der Studie für alle Geburtsjahrgänge von Ende der 1940er Jahre bis 2010 relativ ausgewogen bei 3,1 bis 3,3 Prozent pro Jahr für Männer und knapp 3,6 bis 3,8 Prozent für Frauen. Lediglich Jahrgänge davor erreichen etwas höhere Werte. "Die gesetzliche Rentenversicherung bietet also ordentliche Renditen, und zwar für Jüngere ebenso wie für Ältere", erklärte dazu Ko-Autor Sebastian Dullien.
A.Zimmermann--CPN