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Otter statt Churchill? Streit um neue Geldscheine in Großbritannien
Wildtiere statt historischer Persönlichkeiten: Auf den britischen Banknoten für 10, 20 und 50 Pfund sollen statt der Porträts des früheren Premierministers und Weltkriegshelden Winston Churchill und weiterer prominenter Briten künftig Tiere und Pflanzen abgedruckt werden. Die von der britischen Nationalbank verkündete Entscheidung löste am Donnerstag in Teilen der britischen Politik Empörung aus.
Der Vorsitzende der Liberaldemokraten, Ed Davey, erklärte im Onlinedienst X: "Sicher, feiern wir die wunderbare britische Natur, aber Winston Churchill hat zur Rettung unseres Landes und ganz Europas vor dem Faschismus beigetragen. Er hat mehr verdient, als von einem Otter ersetzt zu werden." Der einflussreiche konservative Politiker Alex Burghart bezeichnete die Entscheidung als "empörend".
Die Bank of England rechtfertigte ihre Entscheidung mit einer im vergangenen Juli abgehaltenen Bürgerbefragung. Welche Naturmotive genau abgebildet werden, soll demnach im Sommer dieses Jahres entschieden werden, eine Liste der möglichen Motive soll demnächst vorgestellt werden.
Neben Churchill sollen auch die Konterfeis von Schriftstellerin Jane Austen, des Malers J. M. W. Turner und des Mathematikers und Informatik-Vordenkers Alan Turing von den künftigen Banknoten verschwinden. Weiterhin abgedruckt werden - auf der anderen Seite der Scheine - die Porträts des jeweils amtierenden Königs.
Victoria Cleland, Leiterin der für die Ausgabe von Banknoten zuständigen Abteilung bei der Bank of England, erklärte die Änderung auch mit dem Kampf gegen Falschgelddrucker: Naturmotive seien besser für Authentifizierungsverfahren geeignet, gab sie an.
A.Mykhailo--CPN