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Energiepreisschock: Inflationsrate steigt im April auf 2,9 Prozent
Die stark gestiegenen Preise für Benzin, Diesel und Heizöl haben den Anstieg der Inflation in Deutschland weiter beschleunigt: Im April kletterten die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch in einer ersten Schätzung mitteilte. Im März hatte die Teuerung stark auf 2,7 Prozent angezogen.
Die Energiepreise sprangen im April im Vorjahresvergleich um 10,1 Prozent nach oben, wie die Statistiker mitteilte. Bereits im März hatten diese Preise um rund sieben Prozent zugelegt - erstmals seit Dezember 2023.
"Der Energiepreisschock ist heftig", erklärte die Inflationsexpertin des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Silke Tober. Sie betonte aber: "Seine Auswirkungen auf die allgemeine Teuerung sind bisher begrenzt." Die Inflation sei nur leicht auf 2,9 Prozent gestiegen, "obwohl die Rohöl- und Kraftstoffpreise nochmals stärker zulegten".
Die Preise für Nahrungsmittel kletterten im April nur um 1,2 Prozent im Vorjahresvergleich, die für Dienstleistungen um 2,8 Prozent, wie das Statistikamt weiter mitteilte. Die endgültigen Ergebnisse will die Behörde am 12. Mai veröffentlichen.
A.Zimmermann--CPN