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Verdacht auf Wettbewerbsverstoß: EU-Beamte durchsuchen Impfstoff-Hersteller Sanofi
Wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen die europäischen Wettbewerbsregeln haben Beamte der EU-Kommission die Standorte des Impfstoff-Herstellers Sanofi in Deutschland und Frankreich durchsucht. Das Vorgehen am Montag stehe "im Zusammenhang mit Ermittlungen im Bereich saisonaler Grippeimpfstoffe", teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die EU-Kommission hatte zuvor erklärt, sie habe die Räume eines Impfstoff-Herstellers durchsucht.
Sanofi erklärte sich "überzeugt", im Einklang mit den EU-Vorschriften gehandelt zu haben. Das Unternehmen werde "aufgrund der laufenden Ermittlungen keinen weiteren Kommentar abgeben und uneingeschränkt mit der Europäischen Kommission zusammenarbeiten", teilte Sanofi mit.
Unangekündigte Durchsuchungen wie diese sind der erste Schritt für eine Wettbewerbsuntersuchung der EU-Kommission. In der Folge könnte Brüssel ein formales Verfahren gegen Sanofi eröffnen, an dessen Ende dem Unternehmen ein Bußgeld drohen könnte.
Sanofi ist ein französischer Medikamenten- und Impfstoffhersteller und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen weltweiten Umsatz von gut 41 Milliarden Euro. In Deutschland hat Sanofi einen Standort in Höchst bei Frankfurt, wo hauptsächlich Diabetes-Medikamente hergestellt werden.
S.F.Lacroix--CPN