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EZB verlängert Zinspause
Bei der Geldpolitik im Euroraum hält die Europäische Zentralbank (EZB) an ihrem abwartenden Kurs vorerst fest. Wie die Zentralbank am Donnerstag in Frankfurt am Main nach der Sitzung des EZB-Rates mitteilte, bleibt der zentrale Leitzins bei unverändert 2,0 Prozent. Bereits bei ihrer vorangegangenen Zinsentscheidung im Juli hatte die EZB eine Pause bei der Absenkung der Zinsen eingelegt.
Hintergrund für die Zinspause ist insbesondere die zuletzt abgeschwächte Inflation. Auch im August entwickelte sich die Teuerung der Verbraucherpreise in der Eurozone moderat und lag mit einem Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat nahe des von der EZB gesteckten Ziels von zwei Prozent.
Der zeitweilig starke Anstieg der Inflation wegen der Folgen der Corona-Pandemie und des russischen Angriffs auf die Ukraine hatte die EZB in den vergangenen Jahren zu starken Zinserhöhungen veranlasst, um die Teuerung einzudämmen. Im Juni 2024 läutete sie dann die Zinswende ein und lockerte mit Abklingen der Inflation auch die geldpolitischen Zügel wieder. Im Juli 2025 schwenkte die Zentralbank dann auf den aktuell abwartenden Kurs ein - vor allem angesichts der Unsicherheit wegen des Zollstreits mit den USA.
Mit Blick auf das Wirtschaftswachstum in der Eurozone trübte zuletzt die schwächelnde Konjunktur in Deutschland das Bild; Sorgen bereiten zudem die Auswirkungen der politischen Krise in Frankreich auf die Anleihemärkte.
C.Peyronnet--CPN