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Reallöhne im zweiten Quartal erneut gestiegen
Die Reallöhne in Deutschland sind im zweiten Quartal erneut gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte, kletterten die Nominallöhne gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,1 Prozent, die Verbraucherpreise legten im selben Zeitraum um 2,1 Prozent zu. Demnach betrug der Reallohnzuwachs 1,9 Prozent. Wie schon im ersten Quartal legten die Nominallöhne von Geringverdienern überdurchschnittlich stark zu.
Wie die Statistiker weiter mitteilten, verzeichnete das Fünftel der Vollzeitkräfte mit den geringsten Verdiensten von April bis Juni eine Steigerung von 6,5 Prozent. Für das obere Fünftel mit den höchsten Verdiensten lag der Zuwachs bei 2,5 Prozent. Insgesamt stiegen die Verdienste der Vollzeitarbeitenden um 4,3 Prozent.
Für die geringfügig Beschäftigten kam es dem Statistikamt zufolge nur zu einem Anstieg von 0,6 Prozent. Hingegen wuchsen die Nominallöhne von Auszubildenden 5,5 Prozent überdurchschnittlich.
Der Mindestlohnexperte aus dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung Malte Lübcker bezeichnete die Entwicklung zwar als "gute Nachricht für die Beschäftigten und für die Konjunktur in Deutschland, die aktuell besonders stark auf die Binnennachfrage angewiesen ist". Er verwies aber auf die hohe Inflation, durch die die Kaufkraft der Löhne zuvor "deutlich gesunken" sei. "Inflationsbereinigt lagen die Löhne deshalb auch im zweiten Quartal 2025 noch unter dem Niveau des zweiten Quartals 2019", erklärte Lübcker.
Y.Jeong--CPN