-
Social-Media-Sucht: Meta wendet in USA Prozess durch Vergleich ab
-
EU und Kanada starten neue Allianz mit Abkommen über Ukraine, Rohstoffe und KI
-
Großdemos in Italien gegen hohe Preise - mehr Geld für Bildung gefordert
-
Wetterbilanz: Oktober war golden - aber auch überdurchschnittlich nass
-
Schwieriger Endspurt bei UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan
-
"GenZ"-Proteste: Anklagen gegen Regierung und Appelle für friedliche Demos
-
Streit um Pestizid Glyphosat: Bayer siegt erneut vor US-Gericht
-
"Ausschlaggebend war der Tankrabatt": Inflation geht auf 2,8 Prozent zurück
-
Bis zu vier Mal so viel wie im Vorjahr: Ölkonzerne machen Milliardengewinne
-
Kanzler Merz betont nach Asien-Reise Bedeutung der Handelsbeziehungen
-
Chemie-Industie: Evonik lehnt Übernahmeangebot von BASF ab
-
Friedenspflicht in Metall- und Elektroindustrie endet - Warnstreiks ab Sonntag
-
Leichtes Wachstum: Deutsche Wirtschaft trotzt hohen Energiepreisen und Niedrigwasser
-
Airline: Bei Bolsonaro-Flucht verwendetes Flugzeug wurde aus den USA bezahlt
-
Schwache Herbstbelebung am Arbeitsmarkt - Schlechtere Chancen für Ausbildungssuchende
-
Bahn prüft Reduzierung des Zugverkehrs für mehr Pünktlichkeit
-
Amazons Cloud-Geschäft boomt - Konzernumsatz und -gewinn aber unter Erwartungen
-
Deutschlands Wirtschaft im dritten Quartal leicht gewachsen
-
Schwache Herbstbelebung am Arbeitsmarkt - 44.000 mehr Arbeitslose als im Vorjahr
-
Quartalsgewinn von Audi eingebrochen - Autobauer korrigiert Prognose nach unten
-
"Handelsblatt": Deutsche Autohersteller hoffen auf Zoll-Erleichterungen in den USA
Pestizid-Petition setzt französische Regierung unter Druck
Eine von mehr als 1,3 Millionen Menschen in Frankreich unterzeichnete Petition gegen die Wiederzulassung eines Pestizids setzt die Regierung unter Druck. "Der Kampf hat gerade erst begonnen", sagte die Grünen-Abgeordnete Sandrine Rousseau am Montag dem Sender FranceInfo. Die links-grünen Parteien würden die Rücknahme des bereits verabschiedeten Gesetzes fordern, betonte sie.
Die Vorsitzende der Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet, zeigte sich offen für eine erneute Debatte über das umstrittene Gesetz nach der Sommerpause. Dies ist möglich, sobald eine Bürgerinitiative mehr als eine halbe Million Unterschriften erhält.
Eine solche Debatte würde jedoch keine Gesetzesänderung nach sich ziehen. Dazu müsste das bereits verabschiedete Gesetz erst zurückgezogen werden, und ein neuer Text müsste debattiert und verabschiedet werden.
Im Kern geht es um die Wiederzulassung von Acetamiprid, einem Mittel zur Vernichtung von Insekten, das Kritiker als Bienenkiller und vermutlich gesundheitsgefährdend bezeichnen. Französische Landwirte, insbesondere Produzenten von Roter Beete, wollen das Mittel nutzen, um Schädlinge zu bekämpfen.
Das französische Parlament hatte das entsprechende Agrargesetz am 8. Juli verabschiedet. Wenige Tage danach veröffentlichte die 23-jährige Studentin Eléonore Pattery eine Petition, in der sie das Gesetz als "wissenschaftlichen, ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Fehltritt" bezeichnete.
"Wir sind, was wir essen, und was sollen wir essen? Gift!" heißt es in dem Text, den zahlreiche linksgerichtete Abgeordnete und Prominente unterstützten. Bis Montagvormittag wurde er von mehr als 1,3 Millionen Menschen unterzeichnet.
Der rechtskonservative Senator Laurent Duplomb, der das Gesetz eingebracht hatte, warf der links-grünen Opposition vor, die Petition zu instrumentalisieren. "Wenn man den Menschen Angst macht, kann man vieles erreichen", sagte er. Der rechtspopulistische Abgeordnete Julien Odoul sprach von einer "gezielten Falschinformation", die sich gegen die französischen Landwirte richte.
Derzeit wird das Gesetz vom französischen Verfassungsrat geprüft. Dieser hat bis zum 10. August Zeit, um zu entscheiden, ob der Text verfassungskonform ist.
A.Zimmermann--CPN