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Lieferdienst Lieferando entlässt jeden fünften Fahrer
Der Lieferdienst Lieferando hat die Entlassung von bis zu 2000 Mitarbeitern angekündigt. Hintergrund sei eine Umstrukturierung, nach der künftig bei der Auslieferung stärker mit lokalen Drittfirmen zusammengearbeitet werden solle, teilte Lieferando am Donnerstag mit. Dabei sei eine Reduzierung der eigenen Flotte um rund 20 Prozent geplant. Die von Entlassungen betroffenen Fahrer würden "mit einem Sozialplan unterstützt", hieß es weiter.
Lieferando will nach eigenen Angaben künftig "in besonders nachfrageintensiven Gebieten" weiter selbst ausliefern, "wo nötig" aber Aufträge an "lokal agilere Lieferunternehmen" weitergeben. "Diese liefern dort schon länger auch für andere Anbieter aus, mit entsprechenden Synergien", teilte das Unternehmen mit. "Die Auftragsverteilung wird von Stadt zu Stadt variieren, abhängig von den örtlichen Anforderungen."
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisierte die geplanten Stellenstreichungen scharf. Der Referatsleiter NGG Gastgewerbe, Mark Baumeister forderte das Unternehmen auf, "die Entlassungen zurückzunehmen" und seiner Verantwortung gegenüber seinen Beschäftigten gerecht zu werden. "Lieferando gibt die Verantwortung für Arbeitssicherheit für Beschäftigte ab." Dem könne die Politik "nicht tatenlos zusehen", sagte er.
D.Avraham--CPN