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"Handelsblatt": VW schließt erstmals Werk in China
Der Volkswagen-Konzern schließt erstmals eines seiner Werke in China. Das Werk, das VW gemeinsam mit seinem chinesischer Partner SAIC im ostchinesischen Nanjing betreibt, macht dicht, wie das Düsseldorfer "Handelsblatt" am Freitag unter Verweis auf mit dem Vorgang vertraute Menschen berichtete. VW bestätigte auf Anfrage, dass die Produktion in Nanjing eingestellt wurde.
Dem Bericht zufolge soll die endgültige Schließung des Standorts im Laufe der zweiten Jahreshälfte erfolgen. VW selbst verweist auf die Transformation hin zur Produktion von hochtechnologischen E-Autos. "In diesem Zusammenhang wird auch das Produktionsnetz auf diese umfassende strategische Stoßrichtung ausgerichtet und optimiert", erklärte ein Sprecher.
Das Werk in Nanjing wurde nach Angaben des "Handelsblatts" 2008 mit einer Jahreskapazität von 360.000 Fahrzeugen in Betrieb genommen. Produziert wurde dort der VW Passat und der Skoda Superb. Aus Unternehmenskreisen hieß es, ein Problem des Standorts sei seine Lage in Zentrumsnähe, welche die Transformation der Produktion einschränke.
Volkswagen steht in China stark unter Druck. Der Verkauf von Autos mit Verbrennermotor ist in der Volksrepublik stark rückläufig. Zugleich tut sich der deutsche Konzern bei E-Autos im Wettbewerb mit chinesischen Herstellern wie BYD schwer.
D.Avraham--CPN