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Wirtschaftsinstitut spricht sich für weniger Teilzeit aus
Während deutschlandweit über eine Verkürzung der Arbeitszeiten und Modelle wie eine Vier-Tage-Woche diskutiert wird, sprechen sich Wirtschaftsforscher für längere Wochenarbeitszeiten aus. Insbesondere bei Berufstätigen, die derzeit in Teilzeit arbeiten, könne angesetzt werden, um den Mangel an Arbeitskräften auszugleichen, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Kölner Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW). Besonders bei Frauen gebe es hier Potenziale, die Wochenarbeitszeit zu erhöhen.
25 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten nach einer Datenauswertung des IW höchstens 30 Wochenstunden. Und: "Nur 59 Prozent aller erwerbstätigen Frauen arbeiten in Deutschland mehr als 30 Stunden pro Woche", unterstreichen die Forscher. "Bei Frauen mit Kindern unter 14 Jahren sind es 41 Prozent."
Zugleich würden viele Arbeitnehmerinnen gerne mehr arbeiten, erklärte das IW weiter. Voraussetzung dafür sei allerdings eine flächendeckende und flexible Kinderbetreuung.
"Dass wir mehr und länger arbeiten müssen, wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen, lässt sich nicht wegdiskutieren", erklärte IW-Ökonom Holger Schäfer. Die Debatte über eine Vier-Tage-Woche helfe da kaum.
Die Zahl der Berufstätigen wird in Deutschland in den nächsten Jahren aufgrund des demografischen Wandels stark zurückgehen. Bis 2036 werden laut Statistischem Bundesamt 12,9 Millionen Menschen das Renteneintrittsalter überschritten haben. Laut IW können die nachkommenden Generationen können dieses Loch nicht stopfen. Die Politik setzt unter anderem auf Einwanderung und verstärkte Eingliederung in den Arbeitsmarkt.
X.Cheung--CPN