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Rufe nach deutscher Unterstützung von Kampfjet-Koalition für Ukraine
Nach dem grünen Licht der USA für die Ausbildung ukrainischer Piloten an F-16-Kampfjets wird in Koalition und Opposition über eine Unterstützung von deutscher Seite diskutiert. "Dass Deutschland nicht über dieses Flugzeug verfügt, heißt nicht, dass wir die Kampfjet-Koalition nicht unterstützen können", sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) der "Süddeutschen Zeitung" vom Montag. "Deutschland könnte sich bei der Grundlagenausbildung einbringen oder Flugplätze als Drehscheibe zur Verfügung stellen."
"Wir sollten das Vorhaben unterstützen", sagte auch der CDU-Sicherheitsexperte Roderich Kiesewetter der "SZ". Deutschland könne sich mit Bewaffnung, Munition und Radarsensoren beteiligen und für die Luftbetankung sorgen. "Bei Bedarf sollten rasch Aufträge an die deutsche Rüstungsindustrie erteilt werden."
Deutschlands Luftwaffe verfügt über Tornado- und Eurofighter-Flugzeuge. Die Ukraine hätte aber gerne die in den USA hergestellte F-16, die in großen Stückzahlen bei zahlreichen Nato-Staaten im Bestand ist.
"Wir sind nicht Bestandteil der Koalition, weil wir diese F-16 nicht haben", sagte der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Jürgen Trittin, in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. Es sei auch nicht sinnvoll, "eine Luftwaffe mit zehn verschiedenen Flugzeugmodellen" auszustatten". Deutschland müsse sich aber auch nicht verstecken, sagte Trittin. Er verwies darauf, dass etwa Großbritannien angekündigt habe, die Kampfjet-Koalition anzuführen, selbst aber überhaupt keine Flugzeuge besitze, die es liefern könne.
US-Präsident Joe Biden hatte am Rande des G7-Gipfels in Japan am Wochenende nach langem Zögern sein Einverständnis für die Ausbildung ukrainischer Piloten an in den USA hergestellten Kampfflugzeugen erteilt. Diese dürfte nach Einschätzung von Experten mindestens vier bis sechs Monate dauern.
Konkrete Zusagen für eine Lieferung von F-16 an die Ukraine gibt es bisher nicht. Der britische Premierminister Rishi Sunak hatte nach dem grünen Licht Washingtons bei der Pilotenausbildung angekündigt, Großbritannien werde "mit den USA und den Niederlanden, Belgien und Dänemark zusammenarbeiten, um der Ukraine die benötigten Kampfflugzeuge zur Verfügung zu stellen".
P.Petrenko--CPN