-
Social-Media-Sucht: Meta wendet in USA Prozess durch Vergleich ab
-
EU und Kanada starten neue Allianz mit Abkommen über Ukraine, Rohstoffe und KI
-
Großdemos in Italien gegen hohe Preise - mehr Geld für Bildung gefordert
-
Wetterbilanz: Oktober war golden - aber auch überdurchschnittlich nass
-
Schwieriger Endspurt bei UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan
-
"GenZ"-Proteste: Anklagen gegen Regierung und Appelle für friedliche Demos
-
Streit um Pestizid Glyphosat: Bayer siegt erneut vor US-Gericht
-
"Ausschlaggebend war der Tankrabatt": Inflation geht auf 2,8 Prozent zurück
-
Bis zu vier Mal so viel wie im Vorjahr: Ölkonzerne machen Milliardengewinne
-
Kanzler Merz betont nach Asien-Reise Bedeutung der Handelsbeziehungen
-
Chemie-Industie: Evonik lehnt Übernahmeangebot von BASF ab
-
Friedenspflicht in Metall- und Elektroindustrie endet - Warnstreiks ab Sonntag
-
Leichtes Wachstum: Deutsche Wirtschaft trotzt hohen Energiepreisen und Niedrigwasser
-
Airline: Bei Bolsonaro-Flucht verwendetes Flugzeug wurde aus den USA bezahlt
-
Schwache Herbstbelebung am Arbeitsmarkt - Schlechtere Chancen für Ausbildungssuchende
-
Bahn prüft Reduzierung des Zugverkehrs für mehr Pünktlichkeit
-
Amazons Cloud-Geschäft boomt - Konzernumsatz und -gewinn aber unter Erwartungen
-
Deutschlands Wirtschaft im dritten Quartal leicht gewachsen
-
Schwache Herbstbelebung am Arbeitsmarkt - 44.000 mehr Arbeitslose als im Vorjahr
-
Quartalsgewinn von Audi eingebrochen - Autobauer korrigiert Prognose nach unten
-
"Handelsblatt": Deutsche Autohersteller hoffen auf Zoll-Erleichterungen in den USA
-
Merz wirbt in Südkorea für verlässliche bilaterale Partnerschaft
-
G20-Außenminister beraten über Kriege im Iran und in der Ukraine
Macron kündigt höhere Lehrergehälter an
Nach der Rente will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nun auch die Schulen reformieren. Die im europäischen Vergleich sehr niedrig bezahlten Lehrerinnen und Lehrer des Landes sollten künftig zwischen 100 und 230 Euro monatlich mehr erhalten, kündigte Macron bei einem Schulbesuch im südfranzösischen Ganges an.
Um die Lage an den Schulen zu verbessern, brauche es "motivierte Lehrer", betonte Macron im Gespräch mit Schülern und Lehrern. "Die Arbeit der Lehrer muss besser anerkannt und besser bezahlt werden." Lehrer, die zusätzliche Aufgaben übernehmen, sollten sogar bis zu 500 Euro monatlich mehr verdienen können.
Über diese Form der Gehaltserhöhungen, die mit zusätzlicher Arbeit verbunden ist, hatte die Regierung bereits seit Monaten mit den Gewerkschaften verhandelt. Im März war die letzte Gesprächsrunde ergebnislos geendet, da die Gewerkschaften das Prinzip "mehr arbeiten für mehr Geld" grundsätzlich ablehnten.
Die Regierung will auf diese Weise die Zahl der Fehlstunden vermindern. Macron hatte im März angekündigt, dass abwesende Lehrer umgehend vertreten werden sollen. Dies ist auch deswegen schwierig, weil Lehrer in Frankreich von der Sekundarstufe an nur ein Fach unterrichten. Viele Fehlstunden entstehen auch, weil Lehrer für andere Aufgaben eingesetzt werden, etwa bei Prüfungen, oder an Besprechungen teilnehmen.
"Unsere Schulbildung soll wieder den Anspruch haben, eine der besten in Europa zu sein", hatte Macron kürzlich in einer TV-Ansprache erklärt. Die Schulreform, die im Sommer als Gesetz vorgestellt werden soll, ist für Macron auch ein Versuch, nach der umstrittenen Rentenreform auf andere Themen zu setzen.
Bislang hat diese Strategie wenig Erfolg. Bei seinem Besuch in der Nähe von Montpellier schlug ihm am zweiten Tag in Folge eine Welle der Entrüstung entgegen. Mehrere hundert Demonstranten protestierten lautstark gegen die Rentenreform und den Präsidenten. Manche warfen mit Eiern oder Kartoffeln auf Sicherheitskräfte. Während seines Besuchs in einer Schule gab es als Zeichen des Protests kurzfristig einen Stromausfall.
Allerdings gab es diesmal keinen Kochtopf-Lärm. Die Präfektur hatte angeordnet, "tragbare Mittel zur Lärmerzeugung" aus dem Verkehr zu ziehen. Unter Berufung auf diese Vorschrift, verboten Sicherheitskräfte Demonstranten mit Kochtöpfen den Zugang.
Macron traf nicht direkt mit den Demonstranten zusammen, die von Sicherheitskräften auf Distanz gehalten wurden. Im Gespräch mit einem oppositionellen Abgeordneten aus der Region bemerkte Macron zu den Protesten: "Kochtöpfe und Eier - das nutze ich zu Hause zum Kochen."
Für Donnerstag hatten außerdem die Bahngewerkschaften zu einem Streik aufgerufen, was zu Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs führte.
M.P.Jacobs--CPN