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EZB erhöht wie angekündigt Leitzinsen um je 0,5 Prozentpunkte
Im Kampf gegen die hohe Inflation erhöht die Europäische Zentralbank (EZB) wie angekündigt die Leitzinssätze um jeweils 0,5 Prozentpunkte. Der zentrale Leitzins, also der Satz, zu dem Geschäftsbanken sich Geld bei der EZB leihen können, steigt damit auf 3,5 Prozent. Die beiden anderen Zinssätze erhöhten sich auf 3,75 Prozent beziehungsweise 3,0 Prozent, wie die EZB am Donnerstag mitteilte.
Höhere Zinsen gelten als Mittel gegen die Teuerung - sie wirken aber auch bremsend auf das Wirtschaftswachstum. Da hohe Zinsen außerdem mit zu der Schieflage der US-Banken geführt haben, war die Entscheidung der EZB ein schwieriges Unterfangen. Mit ihrer Entscheidung orientiert sich die Zentralbank nun an ihren schon zuvor gemachten Ankündigungen zur Zinserhöhung.
Die EZB versicherte, der Bankensektor des Euroraums sei "widerstandsfähig" und Kapital- und Liquiditätspositionen seien "solide". Die EZB verfüge zudem "über alle geldpolitischen Instrumente", um das Finanzsystem des Euroraums falls nötig "mit Liquiditätshilfen zu unterstützen und die reibungslose Transmission der Geldpolitik aufrechtzuerhalten".
Im Februar hatte die Inflation im Euroraum 8,5 Prozent im Vorjahresvergleich betragen. Im Gesamtjahr 2023 schätzt die EZB die Inflation auf 5,3 Prozent und damit als geringer ein als noch im Dezember. Grund dafür sei eine Entspannung bei den Energiepreisen. Daher korrigierte die EZB auch ihre Wachstumsaussichten für die Eurozone für dieses Jahr auf 1,0 Prozent nach oben.
D.Philippon--CPN