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Scholz lobt Bhutan als Vorbild für Klimaschutz und Wohlstandsmessung
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat das Königreich Bhutan beim ersten offiziellen Besuch eines Regierungschefs des südasiatischen Landes in Berlin als globales Vorbild beim Klimaschutz gelobt. Es sei "beeindruckend", dass Bhutan bereits heute mehr CO2 absorbiere als ausstoße, sagte Scholz am Montag nach Gesprächen mit Ministerpräsident Lotay Tshering. Zudem spiele Bhutan mit dem seit 2008 im Land erstellten Index für das nationale Glück eine "Vorreiterrolle" bei der Messung wirtschaftlichen Wohlstands.
Bhutans Regierungschef Tshering betonte, seinem Land sei es gelungen, in den vergangenen Jahren gleichzeitig wirtschaftlich zu wachsen und eine negative CO2-Bilanz zu erreichen. Dies beweise, dass das Konzept des nationalen Glücks funktioniere. Deutschland bezeichnete Tshering als Vorbild für sein Land, insbesondere bei der Ausbildung von Fachkräften. Er hoffe, dass es in seinem Land in "zehn bis 15 Jahren" berufliche Ausbildungseinrichtungen nach deutschem Standard geben werde.
Scholz bedankte sich bei Tshering dafür, dass Bhutan im Februar in der UN-Vollversammlung an der Seite westlicher Staaten für den Abzug der russischen Armee aus der Ukraine gestimmt hatte. Dies sei "ein wichtiges Signal" gewesen. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine habe "direkte Auswirkungen auf viele Länder des globalen Südens", unter anderem durch gestiegene Preise für Lebensmittel und Dünger. Deutschland werde sich weiter dafür einsetzen, diese zu begrenzen.
Mit Blick auf Bhutans Nachbarländer China und Indien betonte Regierungschef Tshering, sein Land habe unabhängig von chinesisch-indischen Spannungen "sehr freundschaftliche" Beziehungen zu beiden Großmächten und sei "eines der friedlichsten Länder der Welt.
S.F.Lacroix--CPN