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In Deutschland gibt es knapp 616.000 eingetragene Vereine
Die Zahl der eingetragenen Vereine in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf knapp 616.000 gestiegen. Das geht aus einem am Dienstag vom Stifterverband in Essen veröffentlichten Bericht hervor. Im vergangenen Jahr waren demnach fast 615.800 Vereine im Vereinsregister eingetragen, das waren etwa zwei Prozent oder knapp zwölftausend mehr als im Jahr 2016. Insgesamt war die Gründungsdynamik aber rückläufig, in der Zukunft dürfte die Zahl sinken.
Nach Angaben des Verbands werden von Jahr zu Jahr weniger neue Vereine in das Vereinsregister eingetragen, während zugleich immer wieder eine mehr oder weniger konstante Zahl gelöscht wird. Die Gründungsdynamik verlagert sich demnach zunehmend auf zivilgesellschaftliche Organisationen mit einer anderen Rechtsform. So nahm die Zahl gemeinnütziger Kapitalgesellschaften laut Bericht zwischen 2016 und 2022 um etwa 27 Prozent auf etwa 12.600 zu.
Gemessen an der Einwohnerzahl ist die Vereinsdichte im Saarland sowie in Rheinland-Pfalz und in Thüringen am höchsten. Im vergangenen Jahr kamen im Saarland elf Vereine auf hunderttaussend Menschen, in Rheinland-Pfalz zehn und in Thüringen neun. Am niedrigsten war die Quote dem Bericht zufolge in Bremen und in Hamburg mit jeweils fünf und in Schleswig-Holstein mit sechs Vereinen.
Die Daten des Berichts stammen aus dem sogenannten ZiviZ Survey, den der Stifterverband regelmäßig im Abstand mehrerer Jahre veröffentlicht. Es handelt sich um eine Art Bestandsaufnahme der Organisationslandschaft, bei der etwa Informationen aus Vereins-, Handels- und Genossenschaftsregistern mit repräsentativen Befragungen unter den Organisationen verbunden werden.
Insgesamt gab es in Deutschland demnach im vergangenen Jahr knapp 657.000 zivilgesellschaftliche Organisationen verschiedener Rechtsformen, zu denen auch gemeinwohlorientierte Genossenschaften oder Stiftungen bürgerlichen Rechts gehören. Das waren rund 18.000 mehr als 2016, als deren Gesamtzahl bei etwa 638.500 gelegen hatte. 22 Prozent der Organisationen waren im vergangenen Jahr überwiegend im Sportbereich tätig, 19 Prozent im Bereich Kultur und Medien sowie 17 Prozent in der Bildung. Andere Bereiche waren abgeschlagen.
Im Mehrjahresvergleich zeichnen sich laut Stifterverband zunehmend auch statistisch signifikante Verschiebungen bei den zivilgesellschaftlichen Aktivitäten ab. Der Anteil der im Sportbereich tätigen Organisationen sank zwischen 2012 und 2022 um 3,7 Prozentpunkte, dagegen verzeichnete der Bereich Bildung im selben Zeitraum einen Zuwachs um 3,9 Prozentpunkte.
X.Wong--CPN