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ADAC: Super E10 im August so teuer wie nie
Die Spritpreise sind im vergangenen Monat laut ADAC-Auswertung deutlich gestiegen. Für Super E10 war der August im Monatsmittel der teuerste Monat seit Beginn der ADAC-Auswertung 1950, wie der Verein in München am Dienstag mitteilte. Ein Liter kostete demnach 2,145 Euro und damit fast fünf Cent mehr als noch im Juli.
Für Diesel fiel der Anstieg im August mit knapp 13 Cent noch deutlicher aus, teilte der ADAC mit. Für einen Liter mussten Dieselfahrer im Durchschnitt 2,223 Euro bezahlen.
Die aktuell hohen Kraftstoffpreise lassen sich nach Ansicht des ADAC nicht allein mit der Entwicklung des Rohölpreises erklären. So lag der Preis für ein Barrel Brent im April zeitweise deutlich über 100 US-Dollar. Dennoch war Super E10 damals im Monatsmittel spürbar günstiger als im August. Zwar beeinflussten neben dem Rohölpreis auch weitere Faktoren wie Raffinerie- und Vertriebskosten sowie steuerliche Belastungen die Kraftstoffpreise, aber: "Der aktuelle Preisabstand zum Niveau früherer Monate ist (..) nicht ohne Weiteres nachvollziehbar."
Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) erklärte, von Ende August 2025 zu Ende August 2026 sei Rohöl um 30 Prozent teurer geworden. "Noch knapper aber sind seit Beginn des Nahostkonflikts die Rohölprodukte." So sei der Preis für Benzin am Weltmarkt, also ohne Steuern und Abgaben, um fast 50 Prozent gestiegen, der reine Dieselpreis sogar um mehr als 90 Prozent. "Insofern ist der Vergleich von Rohöl zu Benzin und Diesel kein geeigneter Maßstab", betonte der Verband. Dank des harten Wettbewerbs in Deutschland seien die Preise an den Tankstellen nicht so stark wie die Weltmarktpreise gestiegen.
Der ADAC wertet die Spritpreise nach eigenen Angaben schon seit 1950 aus; seit März 2011 gibt er Preise für Super E10 an. Eine präzise Auswertung im Tagesverlauf ist seit September 2013 mit der Gründung der Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt möglich, an die mehr als 14.000 Tankstellen ihre Preise melden.
ilo/oer
P.Schmidt--CPN