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US-Zentralbanker für höhere Zinsen bei anhaltend hoher Inflation
Viele US-Zentralbanker halten Zinserhöhungen für nötig, sollte die Inflation nicht zurückgehen. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll des Zentralbanktreffens im Juli hervor. Demnach stimmten damals bereits drei der zwölf stimmberechtigten Mitglieder des für die Geldpolitik zuständigen Gremiums für eine sofortige Leitzinserhöhung.
Die Teuerungsrate liegt seit mehr als fünf Jahren deutlich über den von der US-Notenbank Fed angestrebten zwei Prozent. Die steigenden Verbraucherpreise belasten die US-Haushalte, auch wenn sich die Wirtschaft insgesamt als robust erwiesen hat. Die Fed hatte deshalb ihren Zinssenkungskurs unterbrochen, nun stehen sogar Erhöhungen im Raum.
US-Präsident Donald Trump hingegen fordert seit Monaten deutliche Leitzinssenkungen. Den ehemaligen Fed-Chef Jerome Powell griff er deshalb scharf an. Powells Amtszeit endete im Mai, sein Nachfolger ist Kevin Warsh, ein Wunschkandidat des Präsidenten. Dass es nun rasch Zinssenkungen gibt, scheint angesichts der hartnäckigen Inflation dennoch unwahrscheinlich.
Trump legte am Mittwoch nach. Das aktuelle Zinsniveau bezeichnete er als "lächerlich" und beharrte darauf, dass die Zinsen niedrig sein sollten, "weil das Land stark ist". Die Zurückhaltung der Zentralbanker war lange auf die durch Trumps erratische Handelspolitik geschürte Unsicherheit zurückzuführen. Zudem treibt der Iran-Krieg seit Ende Februar die Energiepreise und somit die Inflation.
H.Müller--CPN