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Verband: Solarausbauziel für 2026 bereits erreicht - weiterer Ausbau aber gefährdet
Das gesetzlich festgelegte Ausbauziel für Solarenergie für 2026 ist bereits erreicht worden. "Die bundesweit installierte Photovoltaik-Leistung hat im August die Marke von 128 Gigawattpeak (GWp) überschritten", erklärte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) am Donnerstag. Wegen der Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hält der Verband die Erreichung für die weiteren Etappenziele jedoch für gefährdet.
Den Angaben zufolge sind inzwischen mehr als sechs Millionen Solarstromanlagen in Deutschland installiert. Sie steuerten bereits im vergangenen Jahr rund ein Fünftel zur deutschen Nettostromerzeugung bei.
"Wer daraus schließt, der Solarausbau laufe jetzt von allein, irrt", warnte jedoch BSW-Chef Carsten Körnig. "Bis 2030 müssen noch rund 87 Gigawatt Solarleistung hinzukommen. Dafür muss das jährliche Ausbautempo steigen statt sinken."
2024 und 2025 wurden laut BSW jeweils rund 17,5 GWp neu installiert. Um das Ziel von insgesamt 215 GWp bis 2030 zu erreichen, sind in den kommenden Jahren durchschnittlich 20 GWp nötig.
Wegen der vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzesentwürfe für das Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie das Netzanschlusspaket droht dem Verband zufolge jedoch ein "Ausbauknick". "Insbesondere die geplanten Änderungen der Förderung kleiner PV-Anlagen, die stärkere Verpflichtung zur Direktvermarktung sowie der teilweise Wegfall von Entschädigungszahlungen bei netzbedingten Abregelungen würde nach Einschätzung des Verbandes Investitionen bremsen und das Erreichen der gesetzlichen Ausbauziele gefährden", erklärte er.
Der BSW hofft, dass die Gesetze im parlamentarischen Verfahren noch abgeändert werden. "An einem starken Ausbau von Photovoltaik und Batteriespeichern führt energie- und klimapolitisch kein Weg vorbei", betonte Körnig. "Wer jetzt die Bedingungen für neue Solaranlagen verschlechtert, riskiert einen Ausbauknick genau in dem Moment, in dem wir mehr Tempo brauchen."
L.Peeters--CPN