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Schuldbekenntnis: Luigi Mangione gesteht tödliche Schüsse auf US-Versicherungschef
Nach den tödlichen Schüssen auf einen US-Versicherungschef in New York im Dezember 2024 hat der Angeklagte Luigi Mangione die Tat gestanden. "Am Morgen des 4. Dezember habe ich in Manhattan auf Herrn Thompson geschossen und er ist gestorben", sagte der 28-Jährige am Freitag in einem Bundesgericht in New York mit Blick auf den getöteten Versicherungschef Brian Thompson. Ihm droht jetzt lebenslange Haft.
Er habe gewusst, dass er etwas "Illegales" tue, sagte Mangione weiter. Er bekannte sich in dem Bundesverfahren des Vorwurfs des Stalkings für schuldig, weil er Thompson nachgestellt hatte. Bislang hatte Mangione auf nicht schuldig plädiert. Das Strafmaß wird am 18. Dezember verkündet. Die Staatsanwaltschaft will eine lebenslange Freiheitsstrafe fordern.
Mangione verdiene eine harte Strafe, betonte die Anklage am Freitag. "Ein Mord darf nicht zu Berühmtheit führen", sagte Staatsanwalt Jamie McDonald mit Blick auf den Zuspruch, den Mangione nach der Tat teilweise erhalten hatte. Am Freitag versammelten sich Anhänger Mangiones vor dem Gerichtsgebäude in Manhattan. "Amerika liebt Luigi", rief ein Mann, als Thompsons Angehörige in einem Autokonvoi wegfuhren.
Mangione war nicht nur von der Bundesjustiz angeklagt worden. Die Justiz des Bundesstaates New York hat ihn wegen Mordes angeklagt. Dieser Prozess soll am 8. September beginnen.
Mangione wird vorgeworfen, am 4. Dezember 2024 in Manhattan den Chef des Krankenversicherungskonzerns UnitedHealthcare, Thompson, auf offener Straße erschossen zu haben. Er soll auf den 50-Jährigen mehrere Schüsse mit einer Pistole mit Schalldämpfer abgegeben und danach auf einem Fahrrad geflohen sein.
Die Tat hatte nicht nur Entsetzen ausgelöst, sondern auch eine Serie hasserfüllter Kommentare in Onlinenetzwerken über US-Krankenversicherer. Den Konzernen wurde vorgeworfen, sich auf Kosten der Patienten zu bereichern.
Wegen der Gewalttat feierten einige Mangione gar als Helden. Die Ermittler fanden nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass der IT-Techniker aus Hass auf das US-Gesundheitssystem gehandelt haben könnte.
In den USA können Angeklagte für dasselbe Verbrechen sowohl auf Bundes- als auch auf Bundesstaatsebene vor Gericht gestellt werden, auch wenn die Anklagepunkte in der Regel unterschiedlich sind. So auch im Fall Mangione: Er ist auf Bundesstaatsebene wegen Mordes angeklagt. Auch diese Anklage könnte zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe führen.
Mangiones Anwältin forderte am Freitag aber, die Anklage des Bundesstaates New York wegen Mordes fallen zu lassen. Sie argumentierte, dass Mangione nicht zweimal wegen derselben Tat verurteilt werden dürfe.
Die Familie des erschossenen Brian Thompson äußerte sich am Freitag "dankbar" darüber, dass die Bundesjustiz Mangione für seine "abscheuliche Tat" zur Rechenschaft gezogen habe. Sie werde weiterhin um Gerechtigkeit kämpfen - und verwies auf den nach wie vor geplanten Mordprozess auf Bundesstaatsebene.
O.Ignatyev--CPN