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Krankenkasse: Anteil der Kinder mit Bewegungsstörungen massiv gestiegen
Die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit einer diagnostizierten Bewegungsstörung ist einer Erhebung zufolge massiv gestiegen. 2024 lag der Anteil bei schulpflichtigen Heranwachsenden zwischen sechs und 18 Jahren bei 3,1 Prozent und damit 32 Prozent höher zehn Jahre zuvor, wie aus einer am Mittwoch in Hannover veröffentlichten Analyse der Krankenkasse KKH hervorgeht. Besonders hoch war die Steigerung bei den 15- bis 18-Jährigen. Sie lag 2024 um rund 67 Prozent über dem Wert von 2014.
Ursache sei zum einen das stundenlange passive Konsumieren von Medien, hieß es von der KKH. Aber auch der durchgetaktete Alltag vieler Schulkinder lasse oft keinen Raum für freies Bewegungsspiel. Weiterer Aspekt sei die hohe Verkehrsdichte in Wohngebieten, die wenig Platz zum Spielen lasse. Zudem seien manche Eltern besorgt, dass ihrem Kind im Freien etwas zustoßen könne.
Dabei ist Bewegung aus Sicht der KKH ein Wundermittel für die körperliche, geistige und seelische Gesundheit von Kindern. "Sie fördert nachweislich die Konzentrationsfähigkeit, federt Stress ab, sorgt für Erfolgserlebnisse und stärkt so das Selbstvertrauen und die Widerstandskraft gegen Niederlagen", erklärte KKH-Sportwissenschaftler Justin Onyechi. Kindern sollte daher so früh wie möglich Freude an Bewegung vermittelt und diese in ihren Alltag integriert werden. Minimum sollte eine Stunde körperliche Aktivität am Tag sein.
Für die Erhebung wurden die Daten aller KKH-Versicherten im Alter zwischen sechs und 18 Jahren ausgewertet. 2024 wurden bei insgesamt 4100 Jungen und 1600 Mädchen Bewegungsstörungen diagnostiziert.
M.Mendoza--CPN