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Weininstitut: Start der Weinlese in diesem Jahr außergewöhnlich früh
In der zweiten Augustwoche hat in den deutschen Weinanbaugebieten die Lese begonnen. Die Traubenernte beginnt damit außergewöhnlich früh - rund eine Woche früher als im Schnitt der letzten fünf Jahre, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) in Bodenheim am Mittwoch mitteilte. Insgesamt erwarten die Winzer demnach einen qualitativ guten Jahrgang. Die Dürre dürfte sich jedoch auf die Erntemenge auswirken und beeinträchtigt insbesondere jüngere Weinberge.
"Dank der trocken-heißen Witterung der letzten Wochen erfreuen sich die Trauben derzeit in allen deutschen Anbaugebieten bester Gesundheit", erklärte das DWI. "Die Verbraucherinnen und Verbraucher können sich von daher auf sehr aromatische und fruchtbetonte Federweiße aus heimischen Regionen freuen."
Zwar habe es in diesem Jahr bis auf lokal begrenzte Hagelschäden keine größeren Unwetterkatastrophen zu beklagen gegeben, führten die Experten aus. Doch die extreme Trockenheit hinterlasse Spuren: Vielerorts mussten im Sommer an jungen Reben, deren Wurzelsysteme noch nicht so stark ausgebildet sind, Trauben entfernt werden, um sie zu entlasten, wie das DWI erklärte. "Ältere Weinberge stehen noch vergleichsweise gut da, sofern sie nicht auf leichten Böden wachsen, die nur wenig Wasser speichern können."
Den Angaben nach ist die Trockenheit der Qualtität der Weine zunächst nicht abträglich: Die Trauben seien im Schnitt kleiner und weniger saftig, dies führe zu "sehr konzentrierten und aromatischen" Mosten. Die Erntemenge dürfte allerdings geringer ausfallen.
X.Wong--CPN