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Zahl der Insolvenzen in der Gastronomie deutlich gestiegen
Die Zahl der Pleiten von Restaurants, Gaststätten oder Imbissbuden ist einer Erhebung zufolge deutlich gestiegen. Allein 2025 hätten rund 2900 Betriebe Insolvenz anmelden müssen - "mehr als doppelt so viele wie 2022 mit 1394 Fällen", teilte die Auskunftei Creditreform Wirtschaftsforschung am Donnerstag in Neuss mit. Im Zeitraum von 2020 bis 2025 summierte sich die Zahl der Insolvenzen in der Gastronomie demnach bundesweit auf 11.252.
"Pandemie, Energiekrise und Inflation haben die Gastronomie hart getroffen", erklärte Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung. "Viele Betriebe haben diese Abfolge von Krisen nicht überlebt", fügte er hinzu. "Zehntausende Restaurants und Lokale mussten seitdem schließen". Laut Creditreform gaben allein in den Jahren 2024 und 2025 bundesweit rund 24.500 Gaststätten, Restaurants und Lokale auf.
Als Entlastungsmaßnahme für die Branche war zu Jahresbeginn die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie abgesenkt worden. Für viele Unternehmen komme dies "jedoch vermutlich zu spät", erklärte Hantzsch. "Gleichzeitig verschiebt sich der Konsum immer stärker hin zu Lieferdiensten statt zu klassischen Restaurantbesuchen", gab er außerdem zu bedenken.
Besonders stark stiegen laut Creditreform zuletzt die Insolvenzen in den Unterbranchen "Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben" (plus 30,5 Prozent) sowie "Caterer und Verpflegungsdienstleister" (plus 30,7 Prozent). Etwas weniger deutlich fiel der Anstieg demnach bei "Diskotheken und Getränkeausschank" (plus 23,9 Prozent) aus.
Hantzsch warnte, dass vor allem kleine, inhabergeführte Betriebe angesichts hoher Energie-, Miet- und Lebensmittelkosten "ums Überleben" kämpfen. Sichtbar dürfte dieser Wandel demnach besonders in kleinen Städten und Dörfern werden.
Für die Erhebung wertete Creditreform Umsatzsteuerstatistiken sowie Zahlen zu Insolvenzen und Schließungen aus, die aus der Datenbank der Auskunftei sowie dem Unternehmenspanel des Leibniz Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim stammen.
P.Schmidt--CPN