-
Stiftung Warentest: Bis zu 660 Euro Ersparnis bei Krankenkassenwechsel möglich
-
EU-Parlament entscheidet über Umsetzung von Zolldeal mit den USA
-
Umfrage: 75 Prozent halten Wirtschaftsministerin Reiche für Fehlbesetzung im Amt
-
US-Präsident kündigt "Trump-Kundgebung" zu 250-Jahr-Feier am 4. Juli an
-
Bildungsbericht zeigt erneut Defizite bei Chancengerechtigkeit und Kompetenzen
-
Kommission auf Zielgerade: Linke und Grüne warnen vor Schwächung gesetzlicher Rente
-
Erleichterung und Skepsis nach Einigung auf Rahmenabkommen für Ende von Iran-Krieg
-
Macron reagiert verärgert auf Trumps Zolldrohung vor G7-Gipfel
-
Bildungsbericht: Frühkindliche Bildung und Fachkräftesicherung stärker angehen
-
"Kein Sicherheitsrisiko": EU-Kommission kritisiert US-Sperre für KI-Modelle
-
Britische Regierung kündigt Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren an
-
IW-Studie: Bis 2036 fehlen 4,3 Millionen Arbeitskräfte in Deutschland
-
US-Iran-Einigung: Ölpreis sinkt - Reeder hoffen auf sichere Passage
-
Straße von Hormus: Bundesregierung bekräftigt Ziel einer gebührenfreien Durchfahrt
-
Studie: Entwicklung der Rentenfinanzierung besser als angenommen
-
Trump droht Frankreich mit 100-Prozent-Zoll auf Wein wegen Digitalsteuer
-
Ölbranche rechnet mit sinkenden Spritpreisen - aber keine Normalisierung erwartet
-
Marburger Bund strikt gegen Reform des Arbeitszeitgesetzes
-
USA und Iran einigen sich auf Rahmenabkommen - Straße von Hormus soll freigegeben werden
-
Bildungsministerin Prien: Kinder im Vorschulalter stärker in den Fokus nehmen
-
Hoffnung wegen US-Iran-Abkommens: Ölpreis sinkt - Börsen im Aufwind
-
Schweizer stimmen gegen Begrenzung von Einwohnerzahl
-
Fratzscher: Mehr Frauen in Vollzeit könnten Rentensystem stabilisieren
-
Spahn pocht auf Reform von Arbeitszeitregeln - SPD will Arbeitnehmer stärken
-
Grüne befürchten Unterfinanzierung wichtiger Bahnprojekte
-
Trickdiebe tragen Kommode mit Gold- und Silberschmuck aus Wohnung von Seniorin
-
Generalsanierung beendet: Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg in Betrieb
-
Schweizer stimmen über Begrenzung der Bevölkerungszahl und Zivildienst ab
-
Bundesregierung wegen Reformen vor Sommerpause in Zeitdruck
-
Manövrierunfähiges Seebäderschiff vor Helgoland: Großeinsatz auf Nordsee
-
Bahnstrecke Hamburg-Berlin nach Sanierung wieder freigegeben: Erste Züge rollen
-
Gewerkschaft EVG: Italo-Einstieg könnte 16 Städte vom Fernverkehr abkoppeln
-
Bahnstrecke Hamburg-Berlin wird am Sonntag wiedereröffnet
-
Bericht: Mehr als 90 wichtige Bahnprojekte in Deutschland in Gefahr
-
Ukrainisches Akw Saporischschja wieder ans Netz gegangen
-
Kutschfahrt durch Stockholm: Schwedisches Königspaar feiert Goldene Hochzeit
-
Tausende Thailänder erweisen verstorbener Prinzessin Bha in Bangkok die letzte Ehre
-
Wirtschaftsweise Grimm und Arbeitgeberpräsident Dulger drängen auf Reformen
-
Kleiner Fahrplanwechsel der DB am Sonntag - Strecke Berlin-Hamburg im Fokus
-
Hunderte erwarten in Bangkok Ankunft des Trauerzugs mit Leichnam von Prinzessin Bha
-
Geburtstagsparade "Trooping the Colour" für König Charles III. in London
-
König Charles III. ehrt Oscarpreisträgerin Helen Mirren und andere Briten
-
David Beckham bekommt Stern auf Hollywoods "Walk of Fame"
-
Regierung in Kuba öffnet weitere Wirtschaftssektoren für Privatunternehmen
-
Kolumbianisches Schiff mit Hilfslieferungen erreicht Kuba
-
SpaceX-Aktie nach Börsenstart auf Höhenflug - Musk erster Billionär der Welt
-
EU einigt sich im Streit um Flugpassagierrechte - nur kleine Änderungen
-
Auftakt zum SpaceX-Börsengang: Musk stellt Mars-Mission in Aussicht
-
Bundesrat fordert Änderungen am neuen Heizungsgesetz - aber keine scharfe Kritik
-
Tierorakel zu Fußballweltmeisterschaft vor erstem Deutschland-Spiel uneins
Reiche-Berater warnen vor politischem Aktionismus bei Spritpreisen
Das Beratergremium von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat vor "kurzfristigem Aktionismus" mit Blick auf die hohen Spritpreise gewarnt. Eingriffe in den Markt wie Preisbremsen, eine Übergewinnsteuer oder ein Tankrabatt sollten "unbedingt vermieden werden", erkärten die Ökonomen. Auch eine Schwächung des europäischen Emissionshandels, also Veränderungen bei der CO2-Bepreisung, lehnen sie demnach ab. Reiche begrüßte die Vorschläge.
Das Gremium unter Vorsitz der Wirtschaftsweisen Veronika Grimm stellte am Freitag ein Kurzgutachten zu den wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Krieges vor. "Eskalation im Nahen Osten: Auswirkungen auf Europa - und was (nicht) zu tun ist" lautet der Titel. Auf 29 Seiten ist dann auch hauptsächlich zu lesen, welche Maßnahmen die Ökonomen für nicht passend halten.
Die Preissteigerungen an den Zapfsäulen infolge des Iran-Krieges halten die Experten für nachvollziebar. "Wenn Dinge wie etwa Öl knapp sind oder - bei lagerfähigen Gütern - knapp zu werden drohen, so steigen die Preise", schreiben sie. "Manche Nachfrager schränken dann den Konsum mehr oder weniger ein. Genau dies ist bei Knappheiten auch erwünscht." In den Markt sollte daher nicht eingegriffen werden.
Den Emissionshandel bezeichneten die Ökonomen "als zentrales Instrument zur kosteneffizienten Reduktion von Treibhausgasemissionen". Die aktuelle geopolitische Krise sollte nicht als Anlass dienen, ihn zu schwächen oder auszusetzen. Die Forderung, für niedrigere Spritpreise am CO2-Preis zu drehen, kam zuletzt vor allem von AfD und BSW, aber auch von CSU-Chef Markus Söder.
Außerdem fordern die Reiche-Berater einen "verantwortungsvollen Umgang mit fiskalischen Spielräumen". Bei allen Maßnahmen, um den Preissteigerungen und anderen wirtschaftlichen Folgen zu begegnen, solle besonders "auf die Wirtschaftlichkeit" geachtet werden.
Wirtschaftsministerin Reich bedankte sich für das Gutachten. "Interessant ist, was der wissenschaftliche Beirat sagt, was man unterlassen sollte", sagte sie. Es dürfe also keine "milliardengroßen Programme" geben, um "ein Symptom zu heilen, was, wenn ich ans Kartellrecht denke, tiefe Ursachen hat". Wettbewerb sei "die beste Methode für geringere Preise".
Vorschläge, was die Bundesregierung unternehmen könnte, unterbreiteten die Berater vor allem im Bereich der Gasversorgung. Sie sind allerdings eher langfristig ausgelegt. Zum einen sollte Deutschland demnach die Fracking-Technologie zur heimischen Gasförderung erlauben. Zudem sollten langfristige Lieferverträge vereinbart werden. Deutschland will offiziell bis 2045 klimaneutral sein, was jedoch den Abschluss von Lieferverträgen darüber hinaus erschwert.
Reiche setzt stark auf den Bau neuer Gaskraftwerke, um die Stromversorgung in Deutschland zu sichern. "Für gesicherte Leistung kommen nun mal neue Gaskraftwerke zum Einsatz und sind jetzt das Mittel der Wahl", betonte sie. Deshalb sei es richtig, Gaslieferverträge "mit ganz verschiedenen Ländern" zu schließen.
Die Ökonomin Grimm ist Mitglied im Sachverständigenrat Wirtschaft der Bundesregierung, den sogenannten Wirtschafsweisen. Reiche hatte nach ihrem Amtsantritt zudem noch den "Wissenschaftlichen Beraterkreis Wirtschaftspolitik" ins Leben gerufen. Neben Grimm sind darin Justus Haucap, Stefan Kolev, Volker Wieland vertreten.
J.Bondarev--CPN