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ETF-Boom: Immer mehr Menschen investieren in Aktien
Immer mehr Menschen in Deutschland investieren einer Umfrage zufolge an der Börse. "Während 2023 rund 27 Prozent der Verbraucher in Aktien und Fonds investierten, legen heute bereits 34 Prozent Geld in Wertpapieren an", erklärte die Postbank, welche die Umfrage beim Institut Yougov in Auftrag gegeben hatte, am Montag. "Maßgeblich für diese Entwicklung ist die steigende Beliebtheit von ETF."
Sogenannte Exchange Traded Funds bilden Indizes nach, also etwa Unternehmen aus bestimmten Branchen oder Regionen, und folgen deren Wertentwicklung. Der Vorteil gegenüber einzelnen Aktien ist, dass in mehrere Firmen und Märkte investiert wird, es wird also breiter gestreut. Zugleich sind ETF deutlich kostengünstiger als aktiv verwaltete Fonds.
Den Angaben der Postbank zufolge stieg der Anteil der ETF-Anleger in den vergangenen zwei Jahren um 62 Prozent, von gut 13 auf knapp 21 Prozent. Auch der Anteil von Besitzern von Einzelaktien erhöhte sich demnach um rund 35 Prozent, von elf auf 14,9 Prozent. Für die laut Postbank repräsentative Umfrage wurden im September gut 2000 Menschen online befragt.
"ETFs haben die Wertpapieranlage gewissermaßen demokratisiert und das Bild des Wertpapiers grundlegend verändert", erklärte Ulrich Stephan, Chefanlagestratege der Postbank. "Das Spekulationsobjekt 'Wertpapier' wandelt sich in der Wahrnehmung breiter Bevölkerungsschichten zu einem Instrument für langfristigen Vermögensaufbau und private Altersvorsorge."
A.Leibowitz--CPN