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Italienische Wettbewerbsbehörde belegt Ryanair mit Strafe von mehr als 255 Millionen Euro
Die italienische Wettbewerbsbehörde hat der Billig-Airline Ryanair wegen des Vorwurfs des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung eine Strafzahlung von mehr als 255 Millionen Euro auferlegt. Die irische Fluggesellschaft habe eine "missbräuchliche Strategie" verfolgt, die es Reisebüros im Zeitraum von 2023 bis mindestens April 2025 erschwert habe, Ryanair-Flüge mit anderen Dienstleistungen zu kombinieren, teilte die Aufsichtsbehörde AGCM am Dienstag mit.
Die Strategie "zielte darauf ab, den Kauf von Ryanair-Flügen auf der Website ryanair.com durch Reisebüros zu blockieren, zu behindern oder zu erschweren" beziehungsweise "(wirtschaftlich oder technisch) zu verteuern", teilte die Behörde weiter mit. "Diese Praktiken schränkten die Möglichkeiten von Reisebüros ein, Ryanair-Flüge zu kaufen und sie mit Flügen anderer Fluggesellschaften und/oder zusätzlichen Reise-Dienstleistungen zu kombinieren, wodurch der direkte und indirekte Wettbewerb zwischen den Reisebüros eingeschränkt wurde."
2019 hatte Italien Ryanair bereits eine Zahlung von drei Millionen Euro auferlegt - damals wegen der Praxis, sich die Mitnahme von Handgepäck bezahlen zu lassen. Ein Verwaltungsgericht kippte die Strafe später allerdings.
Y.Ponomarenko--CPN