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Zahl der Adoptionen nach historischem Tiefstand wieder leicht gestiegen
Nach einem historischen Tiefstand in 2023 ist die Zahl der Adoptionen von Kindern in Deutschland im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, erhöhte sie sich im Vorjahresvergleich um 1,7 Prozent oder 61 auf 3662. In rund drei von vier Fällen handelte es sich um sogenannte Stiefkindadoptionen - also die Übernahme der Elternschaft durch neue Partnerinnen oder Partner eines leiblichen Elternteils.
In rund einem weiteren Viertel der Fälle adoptieren Paare gemeinsam ein Kind, bei knapp zwei Prozent handelte es sich den Angaben des Bundesamts zufolge um Adoptionen durch "sonstige Einzelpersonen". Zum Zeitpunkt der Adoption waren die Kinder im Schnitt 5,3 Jahre alt, etwa die Hälfte jünger als zwei Jahre.
72 Prozent lebten zuvor bei einem leiblichen Elternteil, zehn Prozent der Fälle in einer Pflegefamilien oder einem Krankenhaus. Drei Prozent wurden anonym geboren oder in einer Babyklappe abgegeben. Zwei Prozent wurden aus dem Ausland adoptiert - am häufigsten aus Thailand, Südafrika und Sri Lanka.
Die Zahl der Adoptionen war 2023 auf den tiefsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung gesunken. Dem Bundesamt zufolge schwanken die Zahlen aber in einem relativ engen Korridor. Sie bewegen sich seit 2009 zwischen etwa 3600 und 4100 pro Jahr.
Rückläufig war im vergangenen Jahr die Zahl der Adoptionsbewerbungen und die Zahl der für Adoptionen vorgemerkten Kinder, die mit 3440 beziehungsweise 665 neue Tiefstände erreichten. Damit standen jedem vorgemerkten Adoptivkind rechnerisch fünf potenzielle Adoptivfamilien gegenüber, wie es weiter hieß.
Y.Uduike--CPN