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Trotz Trump-Zöllen: US-Defizit im Außenhandel steigt im Mai wieder
Anders als von US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, ist das Außenhandelsdefizit der USA im Mai wieder angestiegen. Wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte, überstieg der Wert der Importe den der Exporte um 71,5 Milliarden US-Dollar (gut 60 Milliarden Euro), nach gut 60 Milliarden Dollar im April.
Trump hatte Zölle von mindestens zehn Prozent gegen zahlreiche Handelspartner verhängt, um die Einfuhren zu bremsen und die US-Wirtschaft anzukurbeln. Nach den Zahlen des Handelsministeriums gingen aber vor allem die Exporte der Vereinigten Staaten im Mai zurück. Ihr Wert schrumpfte um 4,0 Prozent auf 279 Milliarden Dollar. Der Wert der Importe blieb mit 350,5 Milliarden Dollar dagegen nahezu unverändert, das war ein Minus von 0,1 Prozent.
Im März war das US-Defizit im Außenhandel auf einen Höchststand von 138,3 Milliarden Dollar gestiegen. Grund waren Vorzieheffekte - vor dem Inkrafttreten der Importzölle von zehn Prozent auf die meisten Waren Anfang April hatten US-Unternehmen besonders viele Produkte eingeführt, um ihre Lager zu füllen.
Trump wirft ausländischen Partnern wie der EU vor, die USA mit ihrer Handelspolitik "über den Tisch zu ziehen". Bis Mitte der kommenden Woche laufen Fristen aus, die der Präsident der EU und zahlreichen Ländern für eine Einigung in dem Konflikt gesetzt hat.
EU-Handelskommissar Maros Sefcovic wollte am Donnerstag in Washington weitere Verhandlungen führen. Erste Entwürfe für eine Grundsatzvereinbarung mit den USA liegen nach Aussage des EU-Kommissars vor.
Y.Ponomarenko--CPN