-
Gegenpol zu China und USA: Merz wirbt in Japan für "Allianz für regelgebundenen Handel"
-
Bundesinstitut zur Unterhaltsreform: Finanzlage Alleinerziehender verbessert
-
Chemiekonzern BASF hebt erneut Gewinnerwartung
-
Südkoreas Chip-Hersteller SK Hynix verbucht erneuten Umsatz- und Gewinnrekord
-
Gewinnmarge von Mercedes' Autosparte im dritten Quartal fast halbiert
-
US-Notenbank verkündet Leitzinsentscheidung - Zinspause erwartet
-
Studie: Aufweichung von EU-Verbrenner-Aus könnte tausende Jobs kosten
-
Eurojackpot vom 23. Oktober bleibt ohne Hauptgewinner
-
Bitcoin fällt vor Fed-Entscheidung unter 80.000 Dollar
-
Fed entscheidet am Mittwoch über den US-Leitzins
-
Suche nach Atom-Endlager konzentriert sich auf fünf Prozent der Bundesfläche
-
Rechtsstreit zwischen Künast und Facebook: Karlsruhe wendet sich an EuGH
-
Airbus-Kredit: USA stellen Vereinbarung mit EU in Frage
-
Audi-Auftritt bei Trump löst Debatte über Verantwortung von Konzernchefs aus
-
Frankreichs Regierung ruft zum Blockade-Ende auf - Schüler wollen weiter protestieren
-
Wie Unternehmen stille Leistungsträger besser erkennen und fördern
-
Angriff unter Clans: Auto fährt in Niedersachsen in Menschengruppe
-
Forderungen nach Entschädigungen überschatten Karibikreise von König Charles III.
-
Münchener Chiphersteller Infineon investiert 1,1 Milliarden Euro in Österreich
-
Bundeshaushalt 2027: Bündnis warnt vor Einsparungen bei Jugendlichen
Putin: Gas-Käufer aus der EU brauchen ab Freitag Rubel-Konten in Russland
Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Donnerstag angekündigt, dass für Gaslieferungen in EU-Länder ab Freitag Rubel-Konten in Russland erforderlich sind. Von diesen Konten müsse das gelieferte Gas bezahlt werden, "und zwar ab morgen", sagte Putin in einer Fernsehansprache, nachdem er ein entsprechendes Dekret unterzeichnet hatte. Fehlende Zahlungen würden zu einem Stopp der Verträge führen.
"Niemand verkauft uns etwas umsonst und wir werden keine Wohltätigkeitsarbeit machen", sagte der russische Staatschef. Das bedeute, "dass bestehende Verträge gestoppt werden", wenn Zahlungen nicht geleistet würden. Dies werde dann als Pflichtverletzung des Käufers angesehen, und "alle notwendigen Konsequenzen haben".
Dem Dekret zufolge sollen alle Zahlungen von der russischen Gazprom-Bank abgewickelt, einer Tochterfirma des staatlichen Energieriesen Gazprom. Die Käufer sollen demnach Zahlungen in Fremdwährung auf ein Konto der Gazprom-Bank überweisen, die die Bank dann in Rubel umwandelt und auf das Rubelkonto des Käufers überweist.
Der Kreml hatte am Donnerstag vor Putins Fernsehansprache betont, dass es sich bei der Verpflichtung zur Zahlung von Energielieferungen in Rubel faktisch um einen Währungsumtausch handele. "De facto gibt es für diejenigen, die russisches Gas erhalten, die für die Lieferungen bezahlen, keine Änderung", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten. "Sie erwerben nur Rubel für den Betrag in Währung, der im Gasvertrag festgelegt ist", fügte er hinzu.
"Russland hält an allen seinen Verpflichtungen aus bestehenden Verträgen fest, sowohl in Bezug auf die Menge als auch auf den Preis", sagte Peskow und verwies darauf, dass Putin und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) das System am Tag zuvor ausführlich besprochen hätten.
Die Bundesregierung hatte am Mittwoch erklärte, Putin habe Scholz mitgeteilt, dass Zahlungen aus Europa weiterhin in Euro erfolgen könnten. Die Zahlungen sollten demnach weiterhin ausschließlich in Euro an die Gazprom-Bank überwiesen werden, die nicht von Sanktionen betroffen sei; die Bank konvertiere dann das Geld in Rubel.
Scholz sagte am Donnerstag in Berlin, er habe in seinem Gespräch mit Putin "klargemacht", dass Gaslieferungen in Euro oder Dollar gezahlt würden und "dass das auch so bleiben wird". Für die Unternehmen gelte "auf alle Fälle", dass sie in Euro zahlen "wollen, können und werden".
Der russische Staatschef hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass künftig für Gaslieferungen in "unfreundliche" Länder nur noch Rubel als Zahlmittel akzeptiert würden. Das schließt alle EU-Länder mit ein. Unter anderem die G7-Staaten wiesen die Ankündigung als "inakzeptabel" zurück.
M.Davis--CPN