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Beschäftigte der Post erneut im Streik - deutlich weniger als vergangene Woche
Im Tarifkonflikt zwischen Verdi und der Deutschen Post haben am Donnerstag erneut Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. An dem Warnstreik beteiligten sich rund 3100 Beschäftigte, wie die Deutsche Post mitteilte. Das waren deutlich weniger als vergangene Woche, denn die Gewerkschaft hatte lediglich in "ausgewählten Betrieben" zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Nach Schätzung des Konzerns werden bundesweit aber erneut Millionen Briefe und Pakete liegenbleiben.
Verdi teilte mit, aufgerufen zu ganztägigen Streiks seien bundesweit Beschäftigte in ausgewählten Betrieben in den Paket- und Briefzentren sowie in der Paket-, Brief- und Verbundzustellung. An den ganztägigen Streiks in der vergangenen Woche hatten sich demnach von Donnerstagabend bis Samstag insgesamt rund 30.000 Beschäftigte beteiligt.
Ein Sprecher der Deutschen Post erklärte, die Beteiligung an den Streiks am Donnerstag sei in den Regionen und an den Standorten unterschiedlich hoch. Daher würden sie sich auch unterschiedlich auswirken. Es könne zu Verzögerungen von einigen Tagen bei der Auslieferung von Briefen und Paketen kommen. "Nach aktuellem Stand" seien 3100 Beschäftigte dem Streikaufruf der Gewerkschaft gefolgt, etwa ein Drittel der am Donnerstag anwesenden Beschäftigten an den betroffenen Standorten.
Nach Schätzung der Post waren bundesweit rund 450.000 Paketsendungen (knapp sieben Prozent der durchschnittlichen Tagesmenge) und rund 1,7 Mio. Briefsendungen (etwa 3,5 Prozent der durchschnittlichen Tagesmenge) betroffen.
Verdi fordert in dem Tarifstreit 15 Prozent mehr Gehalt sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen für jedes Ausbildungsjahr um 200 Euro pro Monat - bei einer Laufzeit von einem Jahr. Die Gewerkschaft begründet die Forderungen unter anderem mit dem erwarteten Rekordergebnis der Deutschen Post von 8,4 Milliarden Euro für 2022. Diesen Erfolg verdanke das Unternehmen der Arbeit der Beschäftigten.
Die Deutsche Post hat die Forderung als nicht finanzierbar zurückgewiesen. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 8. und 9. Februar geplant.
X.Wong--CPN