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Europäische Raumsonde Hera zu Asteroiden-Mission ins All gestartet
Die Raumsonde Hera der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) ist am Montag zu ihrer Asteroiden-Mission ins All gestartet. Die Sonde hob am Vormittag am US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida mit einer Falcon-9-Rakete des Unternehmens SpaceX ab. Hera hat den Auftrag, die Auswirkungen einer vor zwei Jahren absichtlich herbeigeführten Kollision zwischen einer US-Sonde und einem Asteroiden genauer zu untersuchen.
Entwickelt und gebaut wurde Hera in Deutschland. Im kommenden Jahr soll die Sonde am Mars vorbeifliegen und 2026 den Doppelasteroiden Didymos und Dimorphos erreichen. Die US-Sonde Dart war am 26. September 2022 kontrolliert auf dem um Didymos kreisenden Dimorphos eingeschlagen und hatte erfolgreich dessen Flugbahn verändert. Hera soll nun untersuchen, wie genau sich die Gestalt der Asteroiden durch den Einschlag verändert hat.
Aus den bei der Mission gewonnenen Daten soll dann anschließend berechnet werden, wie die Ablenkung von anderen Himmelskörpern gelingen kann. Von den Milliarden Asteroiden und Kometen in unserem Sonnensystem werden zwar nur sehr wenige als potenziell gefährlich für die Erde eingestuft. Für die kommenden hundert Jahre wird nicht mit einem Einschlag gerechnet. Dass irgendwann aber wieder ein Himmelskörper in die Erde einschlägt, gilt hingegen als wahrscheinlich.
A.Leibowitz--CPN