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EU finanziert "Erinnerungs-Netzwerk" zum Holocaust
Die Europäische Union will ein "Erinnerungs-Netzwerk" zum Holocaust ins Leben rufen und damit auch den Antisemitismus bekämpfen. Für das Projekt würden drei Millionen Euro bereitgestellt, erklärte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel. Im Zentrum steht demnach die Erhaltung und Vernetzung von Gedenkstätten.
Das Netzwerk solle zum "Referenzpunkt für alle Informationen über Holocaust-Stätten werden", betonte die Kommission. Es solle helfen, den Erhalt von Gedenkstätten zu unterstützen und Bürgerinnen und Bürger wie Behörden für die Gräueltaten der Nationalsozialisten zu sensibilisieren.
Die Kommission startete dazu eine öffentliche Ausschreibung. Sie ist bis zum 24. Mai befristet und richtet sich an Organisationen. Dabei geht es um die Einrichtung eines Sekretariats, das den Betrieb des Netzwerks entwickeln und unterstützen soll.
Kommissions-Vizepräsident Margaritis Schinas sagte, zuletzt habe es "einen alarmierenden Anstieg an antisemitischen Hassverbrechen, Hetze, Verschwörungsmythen und Desinformation" gegeben. Das erinnere "an die dunkelsten Kapitel" der europäischen Geschichte.
S.F.Lacroix--CPN