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Trump als Fußball-Kommentator: Kritik an Englands Defensivtaktik im WM-Halbfinale
Mit Fußballtaktik kennt sich Donald Trump nach eigener Aussage zwar nicht aus - und dennoch hat er Kritik an Englands Ausrichtung im verlorenen WM-Halbfinale gegen Argentinien geübt. "Sie sind in Führung gegangen und haben ihren besten Spieler genommen und ihn in die Defensive gestellt", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) bei einem Empfang mit Fifa-Präsident Gianni Infantino in New York. Er bezog sich damit auf Englands Stürmer Harry Kane.
Trump schloss sich damit der Schar von Kritikern an, die die Mauertaktik des England-Trainers Thomas Tuchel in der letzten Phase des Halbfinal-Spiels angeprangert haben. Das englische Team war in der zweiten Halbzeit zunächst in Führung gegangen, kassierte dann aber in den Schlussminuten zwei Tore und schied aus.
"Man muss ein bisschen offensiv sein, oder?" sagte Trump dazu. Er fügte aber sogleich hinzu: "Was weiß ich schon von der Trainerarbeit?" Den englischen Mannschaftskapitän Kane nannte der US-Präsident "großartig" und erinnerte daran, dass er mit Kane vor anderthalb Jahren im US-Bundesstaat Florida Golf gespielt hatte.
Nach der 1:0-Führung gegen Argentinien hatte sich die englische Mannschaft weitgehend passiv und defensiv verhalten und den Argentiniern und insbesondere deren Superstar Lionel Messi große Räume gelassen. Der deutsche Trainer Tuchel wurde auch heftig dafür kritisiert, dass er in dieser Phase drei defensiv ausgerichtete Spieler einwechselte. Kane blieb allerdings auf dem Platz.
Tuchel verteidigte seine Entscheidungen vor dem Spiel am um Platz drei am Samstag gegen Frankreich. "Ich bereue nichts, ich habe versucht, meinem Team zu helfen", sagte er. Er übernehme "die persönliche Verantwortung". "Wenn ihr jemanden braucht, den ihr beschuldigen könnt: Ich bin der Cheftrainer."
H.Müller--CPN