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Prinz Harry und Elton John in Prozess gegen britische Boulevardmedien unterlegen
Der britische Prinz Harry sowie Pop-Star Elton John sind mit ihrer Klage wegen fragwürdiger Recherchemethoden gegen die Mediengruppe Associated Newspapers Ltd. (ANL) gescheitert. Die Kläger hätten ihre Anschuldigungen gegen den Herausgeber der Boulevardzeitungen "Daily Mail" und "The Mail on Sunday" in dem elfwöchigen Prozess nicht bewiesen, hieß es in dem schriftlichen Urteil des Londoner High Court, das am Dienstag veröffentlicht wurde. Ihre Forderungen würden daher zurückgewiesen.
Die Anwälte von Prinz Harry hatten "substantielle" Entschädigungszahlungen des Medienkonzerns an ihren Mandanten und die sechs übrigen Klägerinnen und Kläger verlangt. Dazu zählte außer Elton John auch die britische Schauspielerin Elizabeth Hurley.
Der jüngere Sohn des britischen Königs Charles III. und die übrigen sechs Klägerinnen und Kläger hatten dem Verlag ANL unter anderem vorgeworfen, Privatdetektive angeheuert zu haben, um Autos und Wohnungen zu verwanzen sowie illegal private Telefongespräche abzuhören. Zudem hätten die Detektive falsche Identitäten angegeben, um an medizinische Unterlagen zu gelangen. Die Taten waren den Klägern zufolge zwischen 1993 und 2018 begangen worden sein.
Prinz Harry hatte in dem Prozess im Januar in einer emotionalen Aussage den ANL-Medien vorgeworfen, das Leben seiner Frau Meghan "zur Qual" gemacht zu haben. Er selbst habe sich wegen der Verfolgung durch die Medien "paranoid" gefühlt, führte Harry aus, der bei seiner Aussage den Tränen nahe war.
Prinz Harry hat nicht zuletzt wegen des Todes seiner Mutter Prinzessin Diana 1997 bei einem Autounfall infolge ihrer Verfolgung durch Paparazzi ein schwieriges Verhältnis zu den Medien. Der Herzog von Sussex und seine Frau Meghan hatten sich 2020 von ihren royalen Pflichten zurückgezogen. Das Paar lebt mit seinen beiden Kindern in Meghans Heimat Kalifornien.
Am Montag war Harry allerdings in London eingetroffen. Anlass des fünftägigen Besuchs in seiner alten Heimat sind die Vorbereitungen der Invictus Games 2027 in Birmingham.
A.Mykhailo--CPN